CFD's kaufen - Handeln mit Hebel

Im Zuge der Entwicklung immer neuer Anlageformen, haben auf dem Gebiet der derivativen Hebelprodukte sog. CFDs einen sehr hohen Stellenwert erreicht. Waren derartige Spekulationsformen bei ihrer Einführung lediglich Spezialisten in den Handelsabteilungen der Großbanken vorbehalten, so hat sich dies in letzter Zeit stark verändert. Mittlerweile traden auch viele Privatanlager mit diesen Derivaten. Falls Sie Interesse an einem Handel mit CFDs haben, so soll Ihnen dieser kleine Leitfaden einen Überblick über die Thematik verschaffen.

Was sind CFDs?

Der Begriff CFD steht für Contract For Difference, auf Deutsch Differenzkontrakt. Ein solcher Kontrakt ist ein Derivat, also eine Ableitung eines realen Underlyings. Es gibt CFD-Instrumente auf nahezu alle gängigen Aktien, Indices, Währungen und Rohstoffe und die Handelspalette wird ständig erweitert. Ein CFD spiegel den Kurs eines Underlyings annähernd wider und wird von speziellen Brokern aufgelegt; jeder dieser sog. Market-Maker agiert separat und CFDs sind nicht direkt übertragbar, wie dies beispielsweise bei Aktien der Fall ist. Beim Kauf und Verkauf wird nicht der komplette Gewinn oder Verlust ausgeglichen, sondern lediglich der Differenzbetrag; daher der Name.

Wo können Sie CFDs handeln?

Hier zwei populäre CFD-Broker: S-Broker. Beachten Sie, dass CFDs jeweils nur bei ein und demselben Broker ge- und verkauft werden können!

Leverage und Sicherheitsmargin

Als Derivat ist ein CFD immer gehebelt und gilt als eine in höchstem Maße spekulative Anlageform. Je nach Anbieter können Hebel von bis zu 1:800 vorkommen. Das heißt, dass Sie mit einem Euro Spekulationskapital einen Betrag von 800 Euro im Markt bewegen können. Der Hebel ist jedoch nicht direkt wählbar, sondern über die sog. Margin festgelegt. Beträgt die Sicherheitsmargin im Falle des Devisenpaares EUR/USD 0,5 Prozent, so handelt es sich um einen Hebel von 1:200. Bei 1000 Euro Handelsvolumen sind also 5 Euro Margin zu hinterlegen.

Gewinn- und Verlustbeispiel (50 Euro Margin/Hebel 1:200)

Verkauf von 10000 EUR (1 Kontrakt) zum Kurs von 1,30715 USD = 13071,50 USD
Kauf von 10000 EUR (1 Kontrakt) zum Kurs von 1,28775 USD = 12877,50 USD
Der Gewinn beträgt für dieses Short-Geschäft 194,00 Euro.

Verkauf von 10000 EUR (1 Kontrakt) zum Kurs von 1,30715 USD = 13071,50 USD
Kauf von 10000 EUR (1 Kontrakt) zum Kurs von 1,32014 USD = 13201,40 USD
Der Verlust beträgt für dieses Short-Geschäft 129,90 USD.

Ähnlich verhält es sich bei Long-Geschäften, nur dass zu Beginn Euros gekauft werden.

Welche Risiken gibt es?

Wie am Beispiel ersichtlich, übersteigt der Gewinn bzw. Verlust die hinterlegte Margin um ein Vielfaches. Mit CFDs können also sowohl überproportionale Gewinne als auch extreme Verluste erwirtschaftet werden. Es ist stets so viel Spekulationskapital zur Verfügung zu halten, dass Sie etwa 1000 Punkte Gegenbewegung aussitzen können, ohne einen Margin-Call Ihres Brokers zu erhalten.

CFD Demo-Konten

Bevor Sie den Handel mit realem Geld wagen, sollte anhand eines Demo-Kontos das Kursverhalten und die eigene Handelsstrategie mit fiktivem Kapital ausgiebig getestet werden. Nur wenn diese Strategie auf dem Papier Gewinne verheißt, dürfen Sie zum realen Handel übergehen.