Stiftungen erfolgreich, trotz niedrigen Zinsen

Stiftungen übernehmen eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Sie finanzieren verschiedene Projekte aus den Bereichen Soziales, Umwelt, Kunst oder Sport und ermöglichen so erst die vielfältigen Projekte. Doch um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen sie auch entsprechendes Kapital vorhalten. In Zeiten niedriger Zinsen lohnen sich die konservativen Anlagen allerdings nicht und es müssen daher andere Wege gefunden werden das Stiftungsvermögen anzulegen.

Derzeit gibt es mehr als 20.000 Stiftungen und sie alle haben ihre Probleme mit dem aktuellen Zinsniveau. Neue und ertragreiche Geldanlagen sind gefragter denn je, denn sollte das Geld ausgehen, wackeln auch die zu fördernden Projekte. Einzig die großen, vermögenden Stiftungen scheinen gut durch die Krise zu kommen und erfreuen sich an noch recht guten Renditen. Man kann es auch mit den Worten des Bundesverbandes Deutsche Stiftungen ausdrücken, für die Minderheit der Stiftungen mit der Mehrheit des Geldes war 2014 ein gutes Jahr. Sie werden wohl nicht zuletzt profitieren von der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Schaut man noch auf die offiziellen Zahlen, verfügen die etwa 20.000 Stiftungen über ein Vermögen von rund 100 Milliarden Euro, wobei dies noch recht konservativ geschätzt sein sollte.

Im etwas unruhigeren Fahrwasser fahren wohl nur die kleineren Stiftungen, denn gerade von ihnen kommen immer mal Meldungen von finanziellen Engpässen. Gerade sie haben nur ein überschaubares Finanzvolumen und müssen sich daher immer wieder entscheiden wie sie das Vermögen anlegen wollen. Die sichere Variante, zum Beispiel mit Bundesanleihen, bringt kaum Ertrag, dagegen stehen die risikoreicheren Anlagen, die zwar hohen Renditen bringen könnten, allerdings auch einen Wertverlust bedeuten können. Einige Stiftungen brauchen sich diese Gedanken allerdings nicht machen, denn sie sind durch ihre Satzung festverzinsliche Anlagen gebunden.

Viele dieser kleineren Stiftungen haben eine privatrechtliche Form die gemeinnützigen Zwecken dienen. Sollten sie kein Geld für gemeinnützige Projekte ausschütten, verlieren sie den steuerbegünstigenden Status der Gemeinnützigkeit, zudem kann es wirtschaftlich bei ihnen eng werden. Da sie nicht primär von Zinsen leben, sind sie somit um so mehr auf Spenden angewiesen.

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Bildquelle : Andreas Hermsdorf / pixelio.de

 

Haben Stiftungen eine Zukunft?

Während die kleinen Stiftungen Probleme bei der Anlage haben können, können sich die großen Stiftungen breiter aufstellen. Sie legen ihr Vermögen mittlerweile an, kommen neben sicheren Anlagen auch Aktien und Immobilien ins Portfolio der Stiftungen. Andere Stiftungen besitzen gar Firmenanteile oder ganze Unternehmen. Sie können aufgrund des großen Vermögens selbstverständlich im großen Stil investieren und somit auch andere Erträge generieren. Die Stiftungen beschäftigen so auch nicht nur die üblichen Stiftungsmanager, sondern zunehmend auch Risikomanager.

Auch wenn die Zeiten nicht einfach für Stiftungen sind, so haben sie doch noch eine gute Zukunft. Stiftungen liegen gar im Trend, denn ihre Zahlen steigen weiter. Gerade Familien- oder gemeinnützige Stiftungen werden häufig gegründet um das Vermögen zu erhalten und einen bestimmten Zweck zu begünstigen.

Wer sind über Stiftungen informieren, kommt mit dem folgenden Link zum Bundesverband Deutscher Stiftungen -> Link

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Droht eine Immobilienblase?

Wer Geld hat und es anlegen möchte, tut dies in der Regel nur mit Investments die eine hohe Rendite versprechen. Leider findet man eine solche Anlage in der heutigen Zeit kaum noch, daher weichen viele Anleger auf Immobilien aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Moody´s Analytics und kann auch gleich einen Grund dafür liefern. Laut der Studie ist die Europäische Zentralbank (EZB) als Schuldiger ganz klar zu nennen. Die EZB kauft seit März kauft für monatlich 60 Milliarden Euro Staatsanleihen an. Diese Einkäufe drücken die Rendite und lassen daher Anleger andere Möglichkeiten zur Geldanlage suchen.

Auf der Suche nach lukrativen Immobilienanlagen drängen sie dabei vermehrt auf den deutschen Markt, der als sicherer Hafen gesehen wird. Seit 2009 kann man eine Preissteigerung auf dem deutschen Immobilienmarkt erkennen. Da die Preise schon vor der Krise nicht allzu hoch waren, hat Deutschland im Gegensatz zu den Nachbarländern keinen Einbruch bei den Immobilienpreise während der Krise hinnehmen müssen.

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Doch nicht alle freuen sich über diese Entwicklung, gerade die Bundesbank beobachtet sie mit einer gewissen Sorge. Gerade in sehr beliebten Großstädten sind die Preise rasant gestiegen und werden sogar mit 10 bis 20 Prozent über dem Wert bewertet. Zu den beliebten Städten gehören unter anderem München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Frankfurt. Laut der Bundesbank hat sich die Preissteigerung aber im vergangenen Jahr abgeschwächt. Auch wenn es in einigen Städten eine Überbewertung gibt, will man von Seiten der Bundesbank noch nicht von einer Immobilienblase sprechen. Sie verweist auf die weiteren strikten Anforderungen an die Banken bei der Kreditvergabe und deren Einhaltung.

Wirft man den Blick nach England, kann man große Risiken für eine Blase erkennen. Die dortige Regierung hat ein spezielles Programm für den Häusermarkt aufgelegt und die Kreditaufnahme angekurbelt. Laut der Studie läuft besonders in London der Markt heiß. Schlimmer sieht es nur noch in Norwegen aus. Durch den Ölpreisverfall hat die Notenbank den Leitzins gesenkt um die Wirtschaft zu stützen. Davon profitiert natürlich auch der Immobilienmarkt und befindet sich schon bald am Siedepunkt. Vor allem in Oslo sind die Preise rasant gestiegen. Um gegen zu steuern hat die Regierung nun die Kapitalanforderungen an Hypothekenkredite erhöht. Ob dies den gewünschten Effekt bringt, bleibt abzuwarten.

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Ruhe an den Devisenmärkten?

Händler an den Devisenmärkten sind derzeit etwas beunruhigt, denn es gibt nur sehr geringe Kursschwankungen zu verzeichnen. Schaut man allerdings mittelfristig, kann man erhebliche Kursunterschiede erkennen.

Als stärkste Währung der vergangenen Monate erwies sich das Pfund. Die Wirtschaft in Grußbritannien hat sich in den vergangenen Monaten deutlich erholt, was dem Pfund klar zu Gute kam. Auch hat Bank of England eine Leitzinserhöhung in Aussicht gestellt. Sie wertete das Pfund deutlich gegenüber dem Euro auf und erweckte den Eindruck der Euro sei eine schwache Währung. Zwar kann man aus dem Protokoll der Juli Sitzung der Bank of England erkennen, dass es noch keine Mehrheit für eine Zinserhöhung gibt, es gibt allerdings konstruktive Gespräche und bis zum Jahresende will man eine Lösung gefunden haben. Experten werten dies als ein klares Signal für eine Erhöhung des Leitzinses.

Auch der Dollar hat sich im Vergleich zum Euro stabilisiert. Vom Sommer letzten Jahres bis zum Frühjahr 2015 bewegte sich der Kurs nur in einem sehr engen Band zwischen 1,05 und 1,15 Dollar. Selbst die Unruhe rund um die Griechenland Krise konnten daran nicht viel ändern. Die Beruhigung der Lage wird den Euro zwar beruhigen, kann aber auch ein Signal an die Fed sein. Die Fed könnte gestärkt sein und Bereitschaft zeigen den Leitzins im Herbst zu erhöhen. Bekannt ist, dass die Fed ihre Zinsentscheidung auch vom Eindruck der internationalen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig machen möchte.

Auch gegenüber anderen Währungen hat der Euro seit Mitte vergangenen Jahres an Wert gewonnen. Hauptsächlich waren dies Währungen von Ländern, deren Wirtschaft unter sinkenden Rohstoffpreisen gelitten haben. Deren Zentralbanken haben die Leitzinsen gesenkt, damit deren Konjunktur stabilisiert werden konnte. Entsprechende Entwicklungen konnte man in Kanada, Australien und Neuseeland beobachten. Auch Norwegen, dessen Krone als eine Art Fluchtwährung galt, musste diesen Weg gehen, auch wenn es kaum merklich war.

Zu den drei schwächsten Währungen der Schwellenländer zählt die türkische Lira. Zu den Gründen dafür zählen innen- und außenpolitische Unsicherheiten, ein Leistungsbilanzdefizit und eine hohen Inflationsrate, von rund sieben Prozent.

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Anlegen mit gutem Gewissen

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Thema bei der Produktion von Wirtschaftsgütern. Bei der Produktion schauen die Konsumenten zum Teil sehr genau wie Nachhaltig die gekauften Produkte sind. Nun wird das Thema Nachhaltigkeit aber auch immer wichtiger für Anleger. Viele Großanleger investieren neusten Studien nach nachhaltig. Sie wollen ihr Geld in nachhaltige und grüne Investments investieren, wohl nicht nur um in der Nacht ruhig schlafen zu können.

Die Union Investment hatte die Studie unter Großanlegern – zum Beispiel Versicherer, Pensionskassen, Unternehmern und Stiftungen – in Auftrag gegeben. Dem Ergebnis zufolge berücksichtigen 58 Prozent der Investoren Nachhaltigkeitskriterien für ihre Anlage. Damit gab es wieder einen leichten Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren, im letzten Jahr waren es noch 56 Prozent und im Jahr davor noch 48 Prozent. Nachhaltige Investments haben einen festen Platz in den Portfolios der Großanlegern, 80 Prozent können sich einen Ausstieg aus dieser Anlageform nicht vorstellen.

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Wird es ein Qualitätssiegel geben?

Natürlich sind nachhaltige Investments nicht nur für Großanleger zu haben, auch die Privatanleger haben die Möglichkeit mit „gutem Gewissen“ ihr Geld anlegen zu können. Doch die richtige Anlage zu finden ist sehr schwer, nicht zuletzt wegen fehlender Kriterien und Regeln wie ein nachhaltiges Investment auszusehen hat. Es wird daher die Forderung lauter nach einem Qualitätssiegel für nachhaltige Kapitalanlagen.

Nach Angaben des Sustainable Business Institute (SBI) gibt es rund 400 nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ist die 47 Milliarden Euro (Stand Ende März 2015) investiert sind. Das SBI berücksichtigt in ihrer Analyse nur Fonds, die in besonderer Weise soziale, ökologische oder ethische Kriterien verfolgen. Leider basiert dieses Verfahren ausschließlich auf Angaben der Fondsgesellschaften.

Weil die nachhaltigen Investments noch nicht so klar zu erkennen sind, bilden sie noch immer ein Nischenprodukt für die Privatanleger. Eine interessante Zahl die diese These untermauert ist, dass von hierzulande 883 Milliarden Euro Vermögen in Publikumsfonds, nur etwa 1,4 Prozent in Fonds mit nachhaltigen Investments angelegt sind. Den größten Anteil machen traditionell die Aktienfonds aus, gefolgt von Rentenfonds und Mischfonds.

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Was sind die Motivationen für nachhaltige Investments

Die eingangs genannte Studie hat auch einige Aspekte zur Motivation der Anleger durchleuchtet. 90 Prozent der Anleger sehen ein solches Investment als mit Abstand beste Maßnahme, um als Unternehmer oder Organisation einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten zu können. Als zweiten wichtigen Punkt nennen die Anleger eine gute Unternehmensführung (Corporate Governance). Fast ebenso oft wird das soziale Engagement und Maßnahmen zum Umweltschutz genannt.

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Fonds, der langfristige Erfolg

Aktionäre schauen in diesen Tagen sorgenvoll auf ihr Depot. Die Krise um die Zukunft Griechenlands und die Turbulenzen in China lassen die Depotwerte langsam schmelzen. Von der großen Freud die Anfang des Jahres aufgrund der stetig steigenden Kurse ist momentan nicht viel geblieben. Seit Jahresbeginn hatte der Dax zeitweise um 25 Prozent zugelegt, zum jetzigen Zeitpunkt hat man aber nur noch ein Plus von rund 9 Prozent. Wer den Absprung in der Hochzei der Dax im April verpasst hat, wird sich nun doch ärgern, wobei man realistisch sehen muss, dass 9 Prozent Kursgewinn auch noch sehr gut sind.

Diese Kursunterschiede kann man auch gut bei den Fonds erkennen. Schaut man sich die Aktienfonds mit den Anlageschwerpunkt Deutschland an, haben sie in den letzten 3 Jahren einen Wertzuwachs von über 60 Prozent verzeichnet. Schaut man sich den Wertzuwachs aber nur innerhalb eines Jahres an, kommt man auf einen Wertzuwachs von rund 14 Prozent und auch der Fondsverlauf in den vergangenen 6 Monaten liegt nur bei 15 Prozent im Plus. Man sieht also wie wichtig es ist Aktienfonds nicht als kurzfristiges Investment zu sehen, mit Geduld macht man deutlich mehr Gewinn.

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Nebenwerte als gutes Investment

Die Standardwerte im Dax sind mit Sicherheit immer ein lohnendes Investment, man sollte aber auch ruhig einen Blick auf die Nebenwerte werfen, denn auch hier lassen sie gute Kursgewinne mitnehmen. Gerade in den letzten Wochen haben die Nebenwerte sogar besser abgeschnitten als die Standardwerte. Der M-Dax steht seit Jahresbeginn mit einem Plus von mehr als 20 Prozent äußerst gut da. Besser sind nur noch die Technologiewerte im Tec-Dax, der sogar ein Plus von rund 27 Prozent erzielen konnte.

Da die Nebenwerte so eine hervorragend Entwicklung nehmen, tauchen sie auch nicht umsonst in den Bestenlisten der Fonds auf. Unter den 5 besten Aktienfonds Deutschlands befinden sich 3 Nebenwertefonds. Dies ist allerdings nicht nur der aktuellen Entwicklung geschuldet, denn diese drei Fonds halten sich schon sehr lange in den Spitzenpositionen der Aktienfonds und haben sich dort etabliert.

Große Erfolge verzeichnen auch defensiv ausgerichtete Fonds. Einige dieser Fonds investieren vorwiegend in deutsche Aktientitel und mischen noch ein paar Dividendentitel aus Drittstaaten dazu. Was sich ein wenig konservativ und damit langweilig anhört, hat durchaus Erfolg. Allerdings gilt hier um so mehr Geduld zu beweisen und die Anlage als langfristigen Teil ins Portfolio aufzunehmen.

Wer sein Portfolio mit einigen Aktienfonds durchmischen möchte, kann bei Onvista.de einige Fondsvergleiche anstellen, klicken Sie einfach hier.

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Gesetzentwurf zu Dispozinsen

Am Mittwoch brachte das Bundeskabinett einen lang diskutierten Gesetzentwurf auf den Weg. Dieses soll die Verbraucher besser vor hohen Dispozinsen und Risiken bei Immobilienfinanzierungen schützen. Es hat weiterhin intensivere Informationen und Beratungen zum Ziel.

Um die Ziele zu erfüllen müssen Banken und Sparkassen einige Anforderungen erfüllen. So ist etwa vorgesehen, dass sie die Kunden über Alternativen aufklären müssen, sofern der Dispo ein halbes Jahr lang zu mehr als 75 Prozent ausgeschöpft wurde. Um die aktuellen Dispozinsen miteinander besser vergleichen zu können, sollen sie weiterhin die Dispozinsen im Internet veröffentlichen. Banken wird es so schwerer gemacht unangemessen hohe Zinsen zu verlangen und Verbraucher können die Dispozinsen einfacher zwischen den Banken vergleichen.

Bei den Immobiliendarlehen soll es strengere Regelungen geben. Die Banken und Sparkassen werden verpflichtet die Kunden vor der Vergabe streng auf Kreditwürdigkeit zu prüfen und umfassend über das Angebot zu informieren. Die bisher zum Teil übliche Koppelung an andere Finanzprodukte soll nur noch in ganz bestimmten Fällen erlaubt werden.

Kreditvermittler werden durch den neuen Gesetzentwurf ebenfalls an eine kürzere Leine genommen. Die Inanspruchnahme eines Kredites war bisher oft mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden gewesen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen so besser vor Fehlentscheidungen geschützt werden.

Mit dem Gesetzentwurf kommt der Gesetzgeber den Verbraucherschützern entgegen, die schon seit längerem schärfere Regelungen verlangen. Allerdings werden nicht alle Forderungen erfüllt, denn die Verbraucherschützer verlangen eine Deckelung der Zinssätze auf eine feste Höhe, dem kommt man hiermit nicht nach. Der Verbraucher soll durch bessere Informationen und einen vertraglich festgesetzten Dispositionskredit besser geschützt werden.

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Deutscher Zertifikatemarkt schrumpft

Das niedrige Zinsvolumen setzt dem deutsche Zertifikatemarkt ordentlich zu. Im April sank das Marktvolumen mit 75,2 Milliarden Euro auf seinen niedrigsten Stand seit April 2005. Selbst die Insolvenz der Zertifikatsanbieters Lehman Brothers im Herbst 2008 hatte das Marktvolumen nicht so weit sinken lassen. Gerade das Segment der strukturierten Anleihen (Zertifikate mit regelmäßiger Zinsausschüttung) verliert zunehmend an Attraktivität. Dieses Segment machte bislang deutlich mehr als die Hälfte des Gesamtmarktes aus, ihr Anteil ist aber bereits auf rund 38 Prozent gefallen.

Mit einem weiteren deutlichen Rückgang in dieser Produktkategorie wird bereits von Experten gerechnet. Betrachtet man den Martführer, die Deutsche Bank, sieht man dass in den nächsten Monaten einige Papiere mit hohem Volumen auslaufen, es aber an adäquaten Nachfolgeprodukten mangelt. Andere Emittenten haben ganz ähnliche Probleme. Die meisten der fälligen Produkte haben eine Laufzeit von 5 Jahren, den Kunden konnte damals ein Zins von über drei Prozent geboten werden. Schaut man auf den heutigen Markt, findet man Papiere mit einer Verzinsung von unter einem Prozent. Es ist daher nicht verwunderlich wenn die Kunden ihr Geld vorerst auf dem Girokonto parken und abwarten wie sich der Markt entwickelt. Auch die Kapitalschutzzertifikate, bei denen der Kunde sein Kapital garantiert zurück erhält und seine Rendite ausschließlich aus der Entwicklung des Aktienindexes bezieht, finden heutzutage kaum noch Beachtung.

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Doch wie sollte man anlegen?

Der Trend geht zurück zu einfachen Produkten. Während der Zertifikatemarkt binnen eines Jahres um fast 20 Prozent nachgelassen hat, hat der Aktienmarkt um knapp 20 Prozent zugelegt. Wie bereits eingangs erwähnt, sind die strukturierten Anleihen der große Verlierer dieser Entwicklung. Bonitätsanleihen, Aktienanleihen, Express- und Discountzertifikate konnten hingegen Zuwächse verzeichnen.

Indexzertifikate haben zwar ebenfalls leicht nachgelassen, sind aber ein einfacher und günstiger Klassiker, den Anleger gerne nutzen. Einige Indexzertifikate verfolgen allerdings neue Strukturen und neue Basiswerte, so dass Anleger in neue Regionen und Anlageklassen problemlos investieren können. Doch nicht alle dieser neuen Anlagen versprechen den gewünschten Erfolg und so geht der Trend wohl weiterhin zur Einfachheit.

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Ist das Ende der niedrigen Hypothekenzinsen erreicht?

Seit April scheint sich der Trend der niedrigen Hypothekenzinsen zu wenden. Es sind seitdem wieder leicht steigende Zinsen zu verzeichnen und Experten rechnen nicht damit, dass die Zinsen wieder fallen. In Verbindung steht dies eventuell mit höheren Renditen für Bundesanleihen im zweiten Quartal des des Jahres.

Sinkende Bauzinsen haben lange Zeit den Kauf eines Eigenheims trotz anziehender Immobilienpreise ermöglicht und den wachsenden Immobilienmarkt attraktiv gemacht. Kurzfristig sollten die Zinsen zwar auf dem jetzigen Niveau stabil bleiben, ein weiteres Sinken scheint allerdings ausgeschlossen. Es war noch nie so günstig eine Immobilie zu finanzieren. Auch wenn die Zinsen ansteigen, sind sie im historischen Vergleich noch nie so niedrig gewesen wie zur Zeit.

Neben der steigenden Nachfrage an Staatsanleihen sehen Experten auch das Anleihen Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) als Ursache für den Zinsanstieg. Seit März kauft die EZB Wertpapiere im Umfang von rund 60 Milliarden Euro monatlich auf. Im Gegensatz zum Leitzins, der nicht direkt die langfristigen Zinsen beeinflussen, beeinflusst das EZB Kaufprogramm die Renditen für Staatsanleihen. Die steigenden Renditen lassen die Anlage in Staatsanleihen wieder interessanter werden.

Auch die LBS sieht eindeutige Anzeichen für eine dauerhafte Zinswende. Leittragende werden die Bauherren sein, die die steigenden Zinsen im eigenen Geldbeutel spüren werden. Jedes Zehntelprozent kostet, gerechnet auf die Kreditlaufzeit, viel Geld. Rechnet man einen Anstieg von 0,3 Prozentpunkten für ein Darlehen in Höhe von 200.000 Euro, können bei einer Tilgung von drei Prozent bis zum Ende der Zinsbindungsfrist rund 6.000 Euro Mehrkosten zusammen kommen. Auch wenn sich die Zahlen gewaltig anhören, sollte man sich jetzt noch über eine Finanzierung informieren, günstiger werden die Zinsen allen Anzeichen nach nicht.

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Sind Mittelstandsanleihen so gut wie ihr Ruf?

Vor gut 5 Jahren kamen die ersten Mittelstandsanleihen auf den Markt und wurden gerne von den Anlegern angenommen. Doch das Geld der Anleger könnte nach heutigen Erkenntnissen in Gefahr sein. Während der Begriff „Mittelstand“ in Deutschland für Solidarität und Seriosität steht, nehmen es einige der Firmen nach Recherchen von Finanzexperten nicht immer so genau mit den Begriffen, besonders wenn es um die Finanzen geht.

Nachdem die Banken aus dem großen Crash nicht unbeschadet davon kamen, haben die Mittelständler die Krise gut überstanden und waren eine ganz wichtige Säule Deutschlands. Man überlegte sich also, warum denn nur Banken das Geld für Investitionen an die Mittelständler geben sollten, auch private Anleger sollten die Möglichkeit haben in die Firmen investieren. Die Idee für den BondM und damit ein völlig neues Börsensegment war geboren. Die Grundidee schien verlockend und schien verlockend für die Anleger, aber natürlich auch für die Mittelständler. Sie machten sich damit unabhängiger von Banken und konnten auch mit dem Geld von Privatanlegern Maschinen und Hallen erwerben. Niedrigere Zinslasten für den Mittelstand und hohe Renditen für den Anleger, die Lösung war so einfach wie einleuchtend, zumindest in der Theorie.

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Die Ergebnisse sind nicht so rosig

Wie die ZEIT berichtet, sind bereits 34 Mittelstandsanleihen ausgefallen. Oder anders ausgedrückt, jedes sechste emittierte Papier ist betroffen. Die Unternehmen können die fälligen Zinsen nicht mehr zahlen oder sind ganz pleite gegangen. Doch wer glaubt nur kleine Unternehmen wären von der Pleite betroffen, der irrt. Unter den vielen Namen finden sich auch so klangvolle Namen wie das Kreuzfahrtschiff MS Deutschland, der Suppenhersteller Zamek und der Modehersteller Strenesse. Der Gesamtschaden beläuft sich gemäß des Berichts auf 900 Millionen Euro, wobei nicht bekannt ist wie viel davon bei den Anlegern auflief.

Die schlechten Erfahrungen haben auch Auswirkungen auf das Neugeschäft. Da seit Monaten kaum noch Emissionen glückten, kann man schon getrost von einem „toten Markt“ sprechen. Die schlimmen Nachrichten für die Anleger sind allerdings nach Meinung von Experten noch nicht vorbei, denn die meisten Mittelstandsanleihen haben ihren Fälligkeitstermin noch nicht erreicht. Es ist daher noch fraglich ob sie ihre Gelder erhalten werden. Bis 2019 müssen noch 147 Mittelstandsanleihen mit einem Volumen von 6,9 Milliarden Euro zurück gezahlt werden. Es gibt nicht Wenige, die meinen die Anzahl der Insolvenzen im Mittelstand wird in den kommenden Monaten noch ansteigen.

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Auf der Suche nach der Ursache

Wenn es etwas schief geht, sucht man ja bekanntlich nach Ursachen, so auch bei den Mittelstandsanleihen. So gibt es bereits viele Erklärungen für die Pleitewelle, eine hält sich aber besonders hartnäckig: Mittelstandsanleihen sind ein reiner Etikettenschwindel. Man spielte wohl bewusst mit dem Wort Mittelstand, um den unbedarften Anlegern das Geld aus den Taschen zu ziehen. Viele Experten nennen die Anleihen gerne auch „Junk Bonds“, also Ramschpapiere, denn sie halten nicht was sie versprechen und nur wenige Emittenten entpuppten sich als solide Unternehmen.

Schaut man sich weiterhin genauer an wer in die Mittelstandsanleihen investiert, findet man wenige finanzstarke Kapitalgeber die gerne mal ein Wagnis eingehen. Es sind vielmehr unbedarfte Privatanleger die hier anlegten, ganz besonders auffällig ist dies bei den sogenannten Ökounternehmen.

Kritik wird aber nicht nur an den Unternehmen geübt. Es fehlt schlicht an einer großen Bank, die mit ihrer Erfahrung und seinem Namen für die Qualität der Anleihe steht. Oftmals haben nur kleine Banken die Emissionen begleitet, die zudem auch kaum Reputationsrisiken zu tragen hatten. Besonders gut verdient an dem Boom haben auch die Börsen in Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf. Sie rissen sich um die Unternehmen und verpassten es dabei die Solidität ausreichend zu prüfen. Auch bei den Rating Agenturen kann man Kritik üben. Doch nicht bei den großen und bekannten amerikanischen Unternehmen, denn das Rating übernahmen fast ausschließlich kleine deutsche Ratingagenturen. So kamen im Nachgang unverständliche Beurteilungen zustande, über die man sich einfach zur wundern kann. Die Anleihe der MS Deutschland trug zum Beispiel lange Zeit ein A-Rating, ein Rating was sonst nur Großkonzerne wie BASF oder Daimler tragen dürfen. Es drängt sich also unweigerlich der Verdacht auf, dass hier gemauschelt wurde.

Die Anleger von noch fälligen Papieren dürfen somit gespannt sein ob sie ihr Erspartes zurück erhalten, oder mit Abstrichen leben müssen.

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Gut Riestern mit ETF´s

Das StartUp Unternehmer fairr.de GmbH hat ein sehr innovatives Riester Produkt auf den Markt gebracht. Mit fairriester ist dem Unternehmer ein Riester Fondssparplan gelungen, der innerhalb der Finanzwelt für Aufsehen gesorgt hat. Von der Stiftung Warentest über die Frankfurter Allgemeine bis hin zum The Wall Street Journal gibt es durchweg positive Beurteilungen. Dieser Riester Fondssparplan hat das Potenzial den bisher zwischen der Union Investment, der Deutschen Bank und der Deka Bank aufgeteilten Markt ordentlich aufzumischen.

Fairriester wir fast ausschließlich im Internet vertrieben, einige Honorarberater haben das Produkt aber auch bereits in ihre Produktpalette aufgenommen. Die fairr.de GmbH verfolgt bei fairriester einen etwas anderen Anlageansatz, als es andere Anbieter tun. Hier wird lange an einer hohen Aktienquote festgehalten, die erst zum Ende der Ansparphase linear gesenkt wird. Andere Anbieter handeln eher konservativ prozyklisch, dass heißt die Riester Fonds fahren die Aktienquote zurück sobald es Rückschläge am Aktienmarkt gibt. Bei einigen Anbietern kann die Aktienquote noch kurz vor Ende der Ansparphase bei 100 Prozent liegen, sofern der Sparer nicht explizit widerspricht und eine Umschichtung in Anleihefonds fordert.

Für Sparer kann der Verlauf der Aktienquote bei fairriester durchaus attraktiv sein. Der Anbieter geht das Risiko ein am Ende der Rentenphase weniger Geld als die eingezahlten Beiträge und Zulagen im fairriester Vertrag des Anlegers zu haben. Dies tritt dann ein, wenn der Marktverlauf sehr ungünstig ist. Die Hamburger Privatbank Sutor sichert die Verträge entsprechend ab, indem sie die Verträge aufstockt und dafür rechtzeitig im Bedarfsfall Rückstellungen bildet.

Interessant sind auch die Absicherungen der Riester Vertrags. Das angesparte Fondsvermögen verbleibt stets im Eigentum des Sparers, auch bzw. gerade wenn der Anbieter insolvent werden sollte. Der Riester-Fondssparvertrag wird vererbt, wenn der Sparer vor seinem 85. Geburtstag versterben sollte. Sollte der Ehepartner einen eigenen Riester Vertrag mit förderfähigen Kindern haben, erhält er den Vertrag komplett, sprich mit den Zulagen. Alle anderen Erben erhalten den Vertrag auch, müssen aber die Zulage zurück zahlen. Bei einem Versterben nach dem 85. Lebensjahr hängt die Vererbung von der individuellen vertraglichen Regelung ab.

Bei Renteneintritt können bis zu 30 Prozent aus dem Vertrag entnommen werden, wer mehr will muss die Zulage zurück zahlen. Sollte man im Alter eine Grundsicherung erhalten, wird die Riester Rente darauf angerechnet, sprich man erhält weniger Grundsicherung. Es sei die Anmerkung erlaubt, dass man sich nicht nur aus die Grundsicherung verlassen sollte, denn die Höhe der Grundsicherung ist nicht in Stein gemeißelt.

Nicht nur durch die interessanten Vertragsinhalte ist fairriester sehr interessant, auch die Kosten für den Vertrag sich derzeit kaum schlagbar. Die jährliche Gesamtgebühr beträgt in der Regel weniger als 1 Prozent. Wenn man 10.000 Euro im Vertrag angelegt hat, werden die Gebühren noch geringer. An die hinter dem Produkt stehende Sutor Bank und den Anbieter Fairr.de zahlt man 0,5 Prozent im Jahr, hinzu kommt eine Fondsgebühr, die bei Indexfonds oftmals nur bei 0,1 Prozent liegt. Einen günstigeren Grundpreis findet man derzeit bei keinem Anbieter von Riester Verträgen.

Umfassende Informationen zu fairriester, sowie weitere Informationen zu den anderen Produkten der fairr.de GmbH erhalten Sie über diesen Link auf fairr.de.

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