Deutsche Börse Aktien – vom Handel ausgesetzt

Gegen Mittag des heutigen Mittwochs wurde der Handel von Aktien der Deutsche Börse sowie von der Börse NYSE Euronext ausgesetzt. Grund sind Verhandlungen über eine Fusion, die nun an die Öffentlichkeit getreten sind. Gestern hatten die Börsen in Toronto in London Gerüchte über eine Fusion bestätigt. Über die Aussetzung des Handels der Deutsche Börse Aktien liegen derzeit noch keine Stellungnahmen vor.

Der Parketthandel hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen – die meisten Geschäfte werden über das Internet abgewickelt. Falls es zu einer Fusion kommen sollte, ist die Deutsche Börse mit einem Wert von derzeit 11,4 Milliarden Euro mit etwa 60% am neuen Unternehmen beteiligt, da die New Yorker Stock Exchange Euronext zur Zeit nur einen Wert von 6,7 Milliarden Euro aufweist.

Der Trend bezüglich der Börsenfusionen setzt sich also fort. Bleibt abzuwarten, ob auch die finalen Gespräche positiv verlaufen und einer Fusion nicht mehr im Wege steht. Schon einmal waren Gespräche über eine Fusion mit der Londoner Börse gescheitert.

Inflation 2011 – Aktien

Zwei schwere Schläge für das Börsenbarometer in einem Jahrzehnt, kein Wunder also – so könnte man folgern, dass insbesondere in Deutschland Kleinanleger vor der Börse zurückschrecken und Ihr Vermögen in Anleihen und festverzinste Sparpläne stecken.
Dabei gehören Aktien – in Form von klassischen Sachwerten – in jeden Plan der Vermögensbildung. Denn gerade, wenn es das Ziel ist ein Vermögen zu bilden, statt ihm beim Schrumpfen zuzusehen, sollten Sie einen Blick auf die Inflation und Teuerungsrate wagen.

Die Inflationsrate 2011 im Januar wurde auf 1,9% geschätzt. Für den Verlauf des Jahres 2011 wird mit über 2% gerechnet.

Inflation ist erst dann gefährlich, wenn sie parallel zu einer wirtschaftlichen Rezession steigt. Inflation ist durch Nachfrage bedingt, die nicht bedient werden kann. Diese Nachfrage führt jedoch auch zu Investitionen im Bereich der Produktionskapazität und somit zu Wirtschaftswachstum.

Durch die Finanzkrise wurden viele Staaten in eine Niedrigzinspolitik gezwungen, die sich in den aktuellen Festgeldkonditionen Ihrer Hausbank widerspiegeln und darum sollten Sie sich um so mehr damit beschäftigen, ob Aktien – gerade auch im Vergleich zu Gold und dem krisengeschüttelten Immobilienmarkt – einen größeren Teil in ihrer persönlichen Anlage-Diversifikation darstellen sollten.

Mit der richtigen Aktienauswahl können Sie der schleichenden Entwertung Ihres Geldes wesentlich besser entgegenwirken als mit niedrigen Zinssätzen unter der jährlichen Inflationsrate zu versauern. Dabei ist die Wahl der Aktien von großer Bedeutung, denn natürlich bieten nicht alle Aktien hundertprozentigen Inflationsschutz. Attraktiv sollten börsennotierte Unternehmen sein, die im Falle einer hohen Inflation die Kostensteigerungen leichter an ihre Kunden weitergeben könnten. Lebensmittelhersteller, Agrarfirmen oder gar Goldminen, die theoretisch zu den Inflationsprofiteuren zählen sind hierbei wohl einige Beispiele, die Sie sich näher ansehen könnten.