LinkedIn Börsengang

Vor wenigen Tagen notierten erstmalig die Aktien des US-amerikanischen Unternehmens LinkedIn an der Börse, und insgesamt erwacht beim Börsengang vor allem aufgrund der enormen Nachfrage und dem starken Kursanstieg wieder die Erinnerung an das Ende des letzten Jahrhunderts, in dem nahezu jede Neuemission einen drastischen Kursanstieg verzeichnen konnte. Einige Skeptiker befürchten auch jetzt schon wieder, dass ich eine Kursblase bilden könnte, die dann über kurz oder lang zerplatzen wird.

Kurzportrait zu LinkedIn

LinkedIn ist aktuell der Weltmarktführer im Bereich der Online-Netzwerke, die zu beruflichen Zwecken genutzt werden, auch oftmals als Karriereportal bezeichnet. Die Social-Media Firma wurde im Jahre 2003 in den USA gegründet, und zwar in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien. Stand Mai 2011 nutzen mehr als 100 Millionen registriere User weltweit das Karriere-Netzwerk. Laut dem Serverdienst Alexa zählt die Webseite von LinkedIn mittlerweile zu den 500 am häufigsten besuchten Webseiten weltweit. In den Vereinigten Staaten liegt das Unternehmen bezüglich der am meisten besuchten Webseite unter den 15 vordersten Plätzen (Stand 2010). Seit dem Februar 2009 können auch deutsche User das Netzwerk problemlos nutzen, da das Portal seit dieser Zeit auch in deutscher Sprache verfügbar ist. Geleitet wird LinkedIn vom Gründer Reid Hoffmann und Jeff Weiner.

Kursverdopplung nach Börsenstart

Ausgegeben wurden die LinkedIn Aktien zu einem Kurs von 45 Dollar, der bereits am obersten Ende der Preisspanne während der Zeichnungsphase angesiedelt war. Glücklich konnten sich alle Anleger schätzen, die einige der LinkedIn Aktien bekommen haben, denn schon wenige Minuten nach der Börseneinführung explodierte der Kurs förmlich und lag kurz Zeit nach der Erstnotierung bei rund 90 US-Dollar, also eine glatte Kursverdopplung. Besonders positiv zu erwähnen ist in dem Zusammenhang, dass die Mitnahme der Zeichnungsgewinne den Kurs dann anschließend nicht zum Fallen brachten, denn am Ende des ersten Handelstages notierten die Aktien immerhin noch bei etwa 94 Dollar. Zwischenzeitlich wurden sogar Kurse von bis zu 120 US-Dollar erreicht. Heute (20. Mai 2011) bewegt sich der Kurs der LinkedIn-Aktien bei rund 91 Dollar.

Weitere Fakten zum Börsengang und Einschätzung zum Kursanstieg

Auf Basis dieser Kurse hat das Internet-Unternehmen LinkedIn nun nach dem Börsengang einen Wert von etwa zwölf Milliarden Dollar, was umgerechnet etwa acht Milliarden Euro entspricht. Welche Dimensionen dieser Wert hat wird deutlich, wenn man diesen mit dem Wert anderer großer und bekannter Unternehmen vergleicht. Aktuell ist der Börsenwert von LinkedIn zum Beispiel höher als der der Lufthansa oder auch der Commerzbank. Diese enorme Nachfrage ist umso erstaunlicher, dass der Umsatz des Unternehmen im letzten Jahr „lediglich“ bei rund 243 Millionen Dollar gelegen hat, während der Gewinn „nur“ 15 Millionen Dollar betrug. Ein Grund für den starken Kursanstieg ist sicherlich die Tatsache, dass Anleger derzeit ohnehin Internet-Unternehmen stark bevorzugen und sich daher praktisch auf jedes Unternehmen aus dieser Branche „stürzen“, welches erfolgversprechend und bekannt ist, erst Recht wenn ein Börsengang vollzogen wird. Insgesamt betrug der Nennwert der in der ersten „Tranche“ an die Börse gebrachten Aktien 353 Millionen Dollar.

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Griechenland Anleihen

In den vergangengen Tagen sind die Risikoaufschläge für griechische Anleihen stark gestiegen. Siehe den Chart bei Bloomberg. Sehr extrem sind besonders 2 jährige Anleihen, diese werfen Renditen über 25% p.a. ab. Da wittert so mancher eine Einstiegschance, besonders wenn Fondmanager schon früh eingestiegen sind:

Video: Value Investor Hendrik Leber kauft Griechenland Anleihen

Vor einigen Tagen hat dazu blicklog.com einen sehr guten Artikel zum Thema griechische Anleihen, mit der Überschrift Flächendeckende Verwirrung bei Diskussion um einen Schuldenschnitt Griechenlands, verfasst. Erst wollte er “Volksverdummung” statt “Verwirrung” schreiben, was aus der URL hervorgeht, hat sich später aber wohl doch umentschieden ;-). Aus der Renditetabelle vom blicklog.com lässt sich entnehmen, dass der Markt aktuell von einem Haircut (Schuldenschnitt) über ca. 50% ausgeht (ISIN: GR0118012609). Wenn man jedoch bedenkt, dass Argentinien oder Russland einen Haircut von 80% hinter sich haben, dann ist die Frage ob es wirklich eine sichere Sache ist?

Generell sollte man sich bei einem Einstieg in Staatsanleihen von Griechenland fragen ob es überhapt (besonders für ein Land wie Griechenland) möglich ist solche hohen Zinsen zurückzuzahlen…

Andere Griechenland Anleihen:

WKN: A0T6US – 20.03.12 – Rendite: 28,41% p.a.

WKN: 276701 -11.01.14 – Rendite: 25,99% p.a.

Die Rendite wurde am 27.4.2011 berechnet und stellt natürlich übernehmen wir für diese Angaben keine Gewähr. Auch ist der Artikel nicht als Handlungsaufforderung zu verstehen. In einem Investment stecken erhebliche Risiken, besonders das Risiko eines Haircuts ist nicht zu unterschätzen.