Deutsche Manager unter internationalen Top-Verdienern

Die Chefs der größten deutschen Konzerne, das sind die DAX-Unternehmen, verdienen zwar noch nicht durchweg internationale Spitzengehälter, sie sind aber deutlich aufgerückt. Die Beratungsgesellschaft Hostettler/Kramarsch & Partner veröffentlichte jetzt einen Bericht über die Vergütungen des Jahres 2011, der einen Zuwachs um 9 Prozent auswies. Durchschnittlich 5,04 Millionen Euro verdient demnach ein DAX-Konzernchef, was immer noch deutlich weniger ist als das, was der Chef eines Dow-Unternehmens (12,5 Millionen) oder eines Euro-Stoxx-Unternehmens (6,6 Millionen) verdient. Deutsche Manager unter internationalen Top-Verdienern weiterlesen

Theorie der Reflexivität – George Soros Anlagestrategie

George Soros - World Economic Forum Annual Meeting Davos 2010

George Soros (geboren 1930 in Budapest als György Schwartz) zählt zu den historisch erfolgreichsten Investoren und Spekulanten (wertfrei), einige Pressestimmen bezeichnen ihn als den erfolgreichsten Finanzmanager der letzten 30 Jahre. Er betreute seit den 2000er Jahren vorwiegend Fonds, darunter den bekannten Quantum Endowment, und kehrte mit persönlichen (finanziellen) Engagements im Jahr 2007 ins spekulative Geschäft zurück. Auslöser war für ihn die sich abzeichnende Finanzkrise. Im Jahr 2007 erzielte er mit dem Quantum Endowment Fund eine Rendite von 2,9 Milliarden Dollar, was 32 Prozent Gewinn entsprach.

Soros als Finanzmanager und Spekulant

Das Wort Spekulant wird in diesem Zusammenhang völlig wertfrei gebraucht. Soros verdiente 2008 als bestbezahlter Hedgefonds-Manager 1,1 Milliarden Dollar, zwischen Mitte 2008 bis Mitte 2009 erzielte er eine Gesamtvermögensrendite von 40 Prozent. Das war die Zeit, als sämtliche bekannten Mechanismen an den Finanzmärkten versagten, Banken gerettet werden mussten, die Welt in eine Finanzkrise stürzte und junge Trader- und Investmenttalente entweder versagten oder gleich – wie Jérôme Kerviel von der SocGen – kriminell wurden. Die Grundlage von Soros´ Erfolgen ist nach seinen eigenen Worten seine “Theorie der Reflexivität”. Er beschreibt sie in “Alchemie der Finanzen” (Börsenmedien, 3. deutsche Auflage von 2007). In diesem Buch erklärt Soros, wie eine Diskrepanz zwischen der wahrgenommenen Welt und der tatsächlichen Realität zustande kommt, dringt also tief auf eine philosophische Ebene vor. Zwangsläufig bezieht er sich auf seinen Professor Karl Popper (1902 – 1994), einen der wichtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Der Investmentansatz von Soros entstand als philosophisches Konzept.

Die Reflexivität

Der ethische Hintergrund des Konzeptes darf nicht unerwähnt bleiben. Georges Soros, der Philanthrop, kritisiert schon länger scharf die Verwerfungen an den Kapitalmärkten und bezeichnet die Verherrlichung von Marktmechanismen als gefährliche Ideologie “schlimmer als der Kommunismus”. Zwangsläufig ist Reflexion eine Abkehr von der Vorstellung, Märkte würden perfekt funktionieren und wären “irgendwie immer gerecht”. Das ist ein geflügeltes Wort unter Tradern: “Der Markt hat immer recht.” Nein, behauptet Georges Soros, das hat er nicht. Und er ist auch keinesfalls so simpel zu erklären, wie es Abendkommentatoren in Nachrichtenjournalen versuchen: Firma XY hat Gewinne gemeldet, nun müssen die Kurse steigen. Das tun sie nicht? – Nun gut, dann haben die Investoren die Gewinne erwartet, nun stoßen sie vorausschauend schon wieder ab. Das wäre ein Modell, in dem der Wettbewerb perfekt funktioniert. Alle Informationen stehen in den Kursen, Charts bewegen sich nach Gesetzen, man kann sie prognostizieren. Soros widerspricht. Nach seiner Auffassung ist das klassische Konzept, nach dem Märkte prinzipiell im Gleichgewicht stehen, theoretisch falsch und für das praktische Handeln völlig irrelevant. Vielmehr sind sämtliche Entwicklungen, insbesondere in jüngerer Zeit, auf die Reflexion zwischen Marktteilnehmern und politisch Verantwortlichen zurückzuführen. Diese reagieren ausschließlich psychologisch, und zwar auf der Basis des “unvollkommenen Versehens”. Daher rät Soros vom blinden Vertrauen in die Märkte strikt ab, dieses ist gefährlicher als eine totalitäre Ideologie. Im selben Atemzug kritisiert der Marktphilosoph das Primat von Marktwerten über kollektive, politische und soziale Werte.

Sind Aktien attraktiver als Anleihen?

Die Turbulenzen auf den Finanz- und Aktienmärkten der letzten Monate haben viele Anleger verunsichert, einerseits wollen sie ihr Geld sicher anlegen, andererseits soll die Rendite natürlich möglichst groß sein. Goldman Sachs, eine führende wenn auch umstrittene amerikanische Investmentbank, hat jetzt in einer Analyse herausgearbeitet, dass Aktien derzeit die weitaus besserer Wahl sind. Zwar gibt es viele Gründe, die gegen einen Kauf von Aktien sprechen, denkt man an die sich derzeit abzeichnende bzw. in einigen Ländern bereits eingetretene Rezession, aber noch viel mehr Argumente gibt es gegen den Erwerb von Anleihen.

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Aktienhandel über Facebook – Aktien kaufen mit drei Klicks

Ein amerikanisches Startup-Unternehmen möchte den Aktienhandel umkrempeln. Bereits ab Juli diesen Jahres sollen Facebook-Nutzer mittels App Aktien kaufen können. Schon ab 10 Dollar soll der Einstieg in die neue Social-Media-Aktien-Börse möglich werden. Damit wäre dann ein weiterer Schritt dafür getan, dass Facebook auch selbst als Aktie für Investoren interessant wird, denn mit dem Aktienhandel auf Facebook würde das Angebot des sozialen Netzwerks um eine weitere Facette bereichert.

Interessant wäre die neue Möglichkeit zum Kaufen von Aktien über Facebook auch für Unternehmen, die dringend Geld für ihre Investments brauchen. Facebook ist sehr populär und erreicht damit viele potentielle Aktienkäufer, auch jene die sich bisher gescheut haben, ein Aktiendepot aufzubauen. Das ist schließlich kompliziert, erfordert umständliche Besuche in Banken und setzt viel Fachwissen voraus. Könnte man hingegen mit drei einfachen Klicks Aktienbesitzer werden, dann würde dies die Attraktivität dieser Anlageform stärken und Unternehmen neue Möglichkeiten der Finanzierung geben: Der Like-Button wird zum Kaufsignal, interessante Kommunikationsprozesse bei Facebook können durch einen Aktienkauf unterstützt werden.

Ein Aktienkauf über Facebook ist sicherlich auch deshalb interessant, weil so die Social-Media-Aktivitäten eines Unternehmens auf ideale Weise mit Neufinanzierungen gekoppelt werden können. Für die neuen Aktienbesitzer ist es selbstverständlich, dass sie Fans des Unternehmens und seiner Marken werden. Sie stehen schließlich auch mittels Online-Chat, Telekommunikation und E-Mail im Kontakt mit ihrem Unternehmen und werden durch ergänzende Kommentare zu Multiplikatoren des Unternehmenserfolgs.

Aber es ist auch daran gedacht, das übliche Zocken mit Aktien zu unterbinden. Beim geplanten Aktienhandel auf Facebook sollen Daytrader und sonstige Profis vom Engagement abgehalten werden. Es wird über eine Obergrenze beim Aktienhandel pro Monat nachgedacht. Mehr als 2.500 Dollar pro Monat soll man nicht verzocken können, wenn man bei Facebook in den Aktienhandel einsteigen möchte.

Man hat sich bereits an den Gedanken gewöhnt, dass Facebook in Zukunft zur allumfassenden Plattform für Kommunikation und Online-Handel werden wird. Doch an den Aktienhandel auf Facebook hat bisher kaum jemand gedacht. Es wird sich zeigen, ob die neue Idee so breite Akzeptanz findet, wie man es bei einem so erfolgreichen sozialen Netzwerk wie Facebook gewohnt ist.

Reporting Funktion bei Cortal Consors


Bei dem Personal Investment Report von Cortal Consors handelt es sich um eine schriftliche Analyse, in der privaten Anlegern die Wertentwicklung ihres Depotbestandes, ihres Abrechnungskontos und ihres Tagesgeldkontos aufgezeigt wird. Für andere Konten des Anbieters wie etwa Fremdwährungskonten oder Festgelder wird dieser Service derzeit noch nicht angeboten. Der Cortal Consors Personal Investment Report wird regelmäßig angefertigt und dem Kunden im Archiv seines persönlichen Onlinebanking Bereichs zur Verfügung gestellt. Dort kann der Bericht für drei Monate eingesehen werden. Der Anbieter unterscheidet zwischen zwei Arten des Personal Investment Reports. Der Monatsreport berücksichtigt die Entwicklung der Anlagewerte während des vergangenen Monats und wird am Ende jeden Monats zugestellt wohingegen der Jahresreport die Entwicklung während des vergangenen Jahres darstellt und einmal jährlich übermittelt wird.

Wie wird die Wertentwicklung analysiert und dargestellt?

Obwohl der Personal Investment Report auch für Anlagekonten angefertigt wird, sollte zunächst die Analyse des Wertpapierdepots von Interesse für den Anleger sein da der Depotbestand größeren Schwankungen unterliegt und gegebenenfalls zur Verlustbegrenzung ein schnelles Eingreifen erfordert. Sowohl beim Monatsreport als auch beim Jahresreport werden für die Analyse sämtliche Buchungen berücksichtigt, die während dem Betrachtungszeitraum über das Depots ausgeführt wurden. Hierzu zählen Käufe, Verkäufe und Übertragungen. Neben diesen Bewegungen werden zur Feststellung der Gesamtentwicklung des Depots alle Positionen berücksichtigt, die während dieses Zeitraums vorhanden waren, ohne dass sie von Zu- oder Verkäufen betroffen waren. Ausgewiesen werden allerdings nur die Anlagewerte, die am Stichtag, d.h. zum Zeitpunkt der Berichterstellung, im Depot verbucht waren. Für ein aussagekräftiges Ergebnis werden sämtliche Depotwerte in Euro umgerechnet. Im Personal Investment Report werden verschiedene relevante Aspekte der Wertentwicklung dargestellt und illustriert, indem anschauliche Graphiken beigefügt werden. Zu den Aspekten zählen die Entwicklung und die Risiken des Depotbestandes, die Gewinnentwicklung, die Vermögensentwicklung und die Anzahl der ausgeführten Wertpapierorders während der vergangenen 12 Monate. Gleichzeitig wird die Wertentwicklung des Depots sowohl in Prozent als auch in absoluten Zahlen angegeben, so dass der Anleger sie leicht nachvollziehen und mit vergangenen Daten vergleichen kann.

Der Nutzen des Cortal Consors Personal Investment Reports

Der Personal Investment Report von Cortal Consors hilft Anlegern zu erkennen, welche Depotwerte in der Vergangenheit Gewinne erzielt haben und welche zu Verlusten geführt haben. Hierdurch können Handlungsstrategien für zukünftige Investitionen abgeleitet werden, indem beispielsweise verstärkt Wertpapiere eines bestimmten Emittenten erworben werden oder bestimmte Finanzinnovationen gemieden werden. Ziel ist es, die Gesamtentwicklung des Depots im Interesse des Anlegers zu steigern und nachhaltig zu stärken.

Mehr Infos gibt’s auf der Cortal Consors Webseite => Wissen & Tools => Infoservice => Personal Investment Report

Schlecker Insolvenz

Seit Anfang des Jahres 2012 ist Schlecker buchstäblich in aller Munde. Dabei geht es weniger um die finanzielle Zukunft der beiden Generationen aus der Inhaberfamilie, als vielmehr um die bevorstehende Arbeitslosigkeit zigtausender Mitarbeiterinnen in allen Bundesländern. Arbeitsplatzverlust betrifft immer zwei Seiten. Dem Arbeitnehmer fehlt zukünftig, möglicherweise dauerhaft das bisherige Einkommen. Dem gegenüber steht die öffentliche Hand mit Jobcenter, Agentur für Arbeit, Ländern und Gemeinden, die finanzielle Unterstützung leisten, gesetzlich leisten müssen. Beginnend beim Arbeitslosengeld, kurz ALG I, weitergehend zum ALG II bis hin zum dauerhaften Aufstocken des Familieneinkommens. Entweder weil das wegfallende Einkommen nicht ausgeglichen werden kann, oder weil durch das verbleibende Einkommen die eine oder andere Grenze für öffentliche Hilfen wie beispielsweise Wohngeld oder ALG II-Aufstocken unterschritten wird.

Schlecker war bisher und ist bis auf Weiteres ein Arbeitgeber wie andere auch. Mit Vor- und Nachteilen für den Einzelnen, mit Einhaltung von Recht und Gesetz. Das deutsche Handelsrecht macht keinem Unternehmer zur Vorschrift, ob er seine Firma als Einzelunternehmen oder als Kapitalgesellschaft führt. Wenngleich Schlecker im Laufe der Jahre kapitale Fehler in der Unternehmensführung gemacht hat, sind das keine strafbaren Handlungen. Auch nicht die jetzige Insolvenz mit den damit verbundenen Arbeitsplatzverlusten.

Die Finanzierung der vorgesehenen Transfergesellschaften soll durch Bürgschaften der öffentlichen Hand, nämlich von den Bundesländern, abgesichert werden. Wer ein Darlehen gegen Bürgschaft vergibt, schätzt das Kreditausfallrisiko so hoch ein, dass er dem Darlehensnehmer nicht vertraut. Wenn die Bürgschaften der Länder fällig werden sollten, finanziert sie im Endeffekt der Bürger als Steuerzahler. Das wird im Haushalt der Bundesländer so nicht deutlich, weil nach dem Gesamtdeckungsprinzip alle Einnahmen zur Deckung aller Ausgaben dienen. Im Endeffekt würde, etwas überspitzt gesagt, jeder Bundesbürger die Aus- und Fortbildung aller bisherigen Schlecker-Mitarbeiterinnen in den Transfergesellschaften finanzieren, wenn es dem Insolvenzverwaltet nicht gelingt, diese Gesellschaften bürgschaftsfrei zu finanzieren.

Aufgrund der Termine und notwendigen Entscheidungen kann nicht alles fehlerfrei abgewickelt werden. Fehler mit finanziellen Auswirkungen sind vorprogrammiert. Es bleibt die Frage, wer sie im Endeffekt bezahlen muss. Möglicherweise sind es die Bürger als eine erzwungene Solidargemeinschaft zu Schlecker!

Warnung vor Hebelprodukten

Bei einigen Wertpapieren oder auch im ­Forex Trading, also dem Handel mit Devisen, können die Anleger Hebel einsetzen, um ihren Gewinn zu vergrößern. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Derivaten. Derivate sind Termingeschäfte, bei denen der Preis oder der Kurs von dem zukünftigen Preis oder Kurs eines Basiswertes abhängig ist. Diese Basiswerte können zum Beispiel Handelsgüter aller Art, Rohstoffe, Lebensmittel, Aktien, Anleihen, Zinssätze, Indizes oder Devisen sein. Da niemand die zukünftige Entwicklung der Preise oder der Kurse vorhersehen kann, handelt es sich bei Derivaten immer um eine sehr spekulative Anlageform. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, bei Derivaten einen Hebel einzusetzen, um den Gewinn zu vervielfältigen. Doch ein Hebel kann auch in die andere Richtung wirken und zu hohen finanziellen Verlusten führen.

Hebelprodukte

Verschiedene Emittenten preisen Hebelprodukte mit dem Vorteil an, dass der Anleger einen geringeren Kapitaleinsatz benötigt, als wenn er den Basiswert, wie zum Beispiel eine Aktie, direkt kauft. Das Kapitel wird als eine Sicherheitsleistung, auch Margin genannt, auf einem Konto des Anlegers bei seinem Broker eingezahlt. Dadurch, dass ein Hebel eingesetzt wird, handelt der Investor zum Beispiel das Zehnfache oder das Hundertfache seines eingezahlten Kapitals. Falls die Kurse des Basiswertes sich so entwickeln, wie der Anleger es erwartet hat, verzehnfacht oder verhundertfacht sich auch sein Gewinn. Auf der anderen Seite kann sich aber auch sein Verlust entsprechend vergrößern. In solch einem Fall ist nicht nur das eingesetzte Kapital verloren. Es kann auch vorkommen, dass der Anleger von dem Broker aufgefordert wird, noch viel Geld nachzuzahlen, um die Verluste auszugleichen. Man nennt diese Aufforderung auch Margin Call und sie ist zu Recht bei den Anlegern gefürchtet. Fall ein ­Investor dem Margin Call aus eigenen Mitteln nicht nachkommen kann, muss er einen Kredit aufnehmen oder sich anderweitig Geld leihen. Darum sollte sich jeder Anleger bewusst sein, dass der Handel mit Hebelprodukten immer eine Spekulation mit einem Kreditrisiko ist.