Investoren ziehen Geld aus Schwellenländer ab

Die amerikanische Notenbank Fed hat ihr letztes Sitzungsprotokoll veröffentlicht und damit für Verunsicherung gesorgt. Diese Sitzung der Fed sollte eigentlich für mehr Ruhe auf den Märkten sorgte, bewirkte aber scheinbar das genaue Gegenteil, denn es gibt noch mehr Rätsel auf. Bekannt ist schon länger dass die Fed die lockere Geldpolitik zurückfahren, bzw. aufgeben möchte. Aus dem Sitzungsprotokoll geht allerdings nicht hervor Wann diese passieren soll, noch Wie. Investoren fürchten gar, dass das Ende der derzeitigen Geldpolitik bereits im September schrittweise eingeleitet werden könnte. Diese führt zu Verunsicherungen bei den Investoren und erzeugt Ängste.

Aus Verunsicherung wird die Nachfrage nach Anlagen in den Schwellenländern gedämpft. Experten sehen die Asiatischen Märkte gewaltig unter Druck. Vier Jahre nach den USA und zwei Jahre nach Europa wird nun die Lage für den nächsten großen Markt ernst.

Asiatische Staaten haben nicht vorgesorgt

Sollte die US-Notenbank Fed wirklich schon die Zügel anziehen und ihre Staatsanleihenkäufe drosseln, wird sie die Konjunktur weniger stützen als bisher. Die Investoren ziehen ihr Geld daher aus den Schwellenländern ab und setzen die Währung so unter Druck. Diesen Effekt spüren jetzt schon Indien und Indonesien. Malaysia, Thailand und die Philippinen sind nach Angaben von Experten gefährdet. Andrew Swan von Vermögensverwalter Blackrock sagte gegenüber dem Handelsblatt: „Der Rückenwind, den Asien in den vergangenen fünf bis zehn Jahren verspürt hat, verliert an Kraft und wird in manchen Fällen sogar zum Gegenwind.“

Es könnte sich nun rächen dass Indien und China in den Jahren mit hohen Wachstumsraten mit an Strukturreformen gearbeitet haben. Aber nicht nur Indien, sondern auch andere asiatische Staaten haben noch beträchtliche Herausforderungen im Inland zu meistern.

Bei China sieht dies zur Zeit anders aus. Das Land schwächt sein Wachstum derzeit nur ab, damit es das eigene Wachstumsmodell verbessern kann. Derzeit würde man ein Wachstum von „nur“ 7 bis 7,5 Prozent erreichen. Die Nummer zwei unter den asiatischen Volkswirtschaften, Japan, sorgt mit den besten Zahlen seit Jahren für eine gute Stimmung.

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Verschuldung kann zum Problem werden

Um das Wachstum zu befeuern, haben sich viele Staaten in der Vergangenheit auf billige Kredite gesetzt. Dieses Vorgehen wirkt sich nun negativ aus, denn die Verschuldung der Privatwirtschaft in Asien beträgt, nach Berechnungen der Investmentbank Nomura, 165 Prozent der Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich, vor der asiatischen Finanzkrise in den 1990er Jahren waren es 127 Prozent.

Bedenklich sind auch die Art der Investitionen, denn Geisterstädte und leerstehende Bürogebäude in China sorgen zwar für ein hohes Wachstum, zeigen aber auch ein zu hohes Investment in den Bau Sektor. Der Schiffbau wurde auch ordentlich gefördert, leidet aber unter Überkapazitäten.

In anderen Ländern werden die Gelder erst gar nicht investiert. In Indien etwa gehen die Investitionen seit 2007 zurück, mit Ausnahme des Immobiliensektors. Auch der Regierungswechsel im Jahr 2009 hat an dieser Entwicklung leider nichts geändert. Daraus resultierend sieht auch die Leistungsbilanz des Landes schlecht aus. Negative Leistungsbilanzen sind aber auch in Ländern wie Indonesien und Hongkong ein großes Problem.

Auf Asien und die asiatische Wirtschaft werden nun schwere Zeit zukommen, die Auswirkungen auf den Reste der Welt sind noch nicht absehbar.

„Stiftung Warentest“ bestätigt was alle wussten

Die Zinsen am Kapitalmarkt sind so niedrig wie nie. Dies ermöglicht es den Banken und Sparkassen sich sehr günstig Geld zu beschaffen, um es dann mit einem angemessenen Zins an die Kunden in Form von Krediten auszugeben. Bei vielen Krediten, bzw. Formen von Krediten, ist eine solche Anpassung an den aktuell niedrigen Zins bereits erfolgt, allerdings nicht bei dem wohl wichtigstem Kredit, dem Dispositionskredit.

Der Dispositionskredit (Dispo) wird bei den meisten Kunden am Konto hinterlegt und von vielen Kunden genutzt um kurzfristig Zahlungsprobleme zu überbrücken. Die „Stiftung Warentest“ hat nun in einem groß angelegtem Test die Zinsen für den Dispo verglichen und daraus ein erschreckendes Ergebnis gezogen: „Viele Banken und Sparkassen in Deutschland sind Abzocker.“ Nach Auswertung der Rückmeldungen und Recherchen steht fest, dass mehr als 100 Banken und Sparkassen einen Dispozins für über 13 Prozent verlangen, der teuerste Zins lag gar bei 14,75 Prozent.

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1.538 Banken und Sparkassen im Test

Viele Banken und Sparkassen scheuen auch heute noch die Transparenz, trotz Verpflichtungen einen Preisaushang zu machen, oder Konditionen auf Anfrage abzugeben. Dies ist auch eines der Ergebnisse aus diesem Test. Die Tester schickten Anfragen an rund 1.600 Kreditinstitute, nur 413 dieser Institute antworteten darauf. Bei rund 500 weiteren Bank und Sparkassen konnten die Konditionen im Internet recherchiert werden. Da noch immer viele Konditionen fehlten, wurden dann noch Tester in rund 600 Institute geschickt. Am Ende dieser Vorarbeit blieben noch 26 Banken, die keine Konditionen nennen wollten, oder anderweitig veröffentlicht haben. Da diese Banken keinen Preisaushang machen, verstoßen sie gegen die Preisangabenverordnung.

Werden zu hohe Zinsen verlangt?

Nach Auswertung der Recherchen konnte man einen durchschnittlichen Zins von 11.31 Prozent ermitteln, was recht viel ist wenn man bedenkt, dass die Banken sich mit 0,5 Prozent am Kapitalmarkt refinanzieren können. Wenn man dann noch die Relation zum 3-Monats-Euribor (0,22 Prozent im Juli 2013) hinzu zieht, ergibt sich eine noch schlimmeres Geld und bei vielen Kunden entsteht der Gedanke der Abzocke. Das Kreditvolumen für Dispositionskredite lag im Juli bei rund 390 Milliarden Euro. Man kann also leicht errechnen wie viel Geld jeder Prozentpunkt mehr den Banken in die Kassen spült. Da die Ausfallquote von Dispositionskrediten bei gerade mal 0,3 Prozent liegt, ergibt sich für die Banken ein enormer Gewinn. Die „Stiftung Warentest“ ist der Meinung, dass die Dispozinsen bei unter 10 Prozent liegen sollten.

Die Unterschiede zwischen den Banken sind recht hoch. Die günstigste Bank ist die VR-Bank Uckermark-Randow mit gerade mal 4,2 Prozent. Ebenfalls sehr günstig ist die Deutsche Skatbank mit 5,25 Prozent. 92 weitere Kreditinstitute hatten einen Zinssatz von 8,5 Prozent und weniger. Wie bereits erwähnt haben mehr als 100 Institute einen Zinssatz von 13 Prozent und mehr. Unangefochtene Spitzenreiter sind die Volksbank Feldatal und die Raiffeisenbank Taufkirchen-Oberneukirchen, die ganze 14,75 Prozent verlangen. Dies rund 10 Prozentpunkte mehr als die günstigste Bank. Was auch auffiel ist, dass gerade die Genossenschaftsbanken und die Sparkassen auf dem Land höhere Zinssätze haben, als Banken und Sparkassen in großen Städten. Gerade ist Städten haben die Banken eine höhere Konkurrenz, auch weil die Kunden dort eher die Hausbank wechseln, wenn ihnen die Konditionen nicht passen.

Link zum Artikel der “Stiftung Warentest”

Kaum Bewegung im Dax

Immer mehr Anleger zieht es an die Börse, denn nur dort erwarten Experten noch recht hohe Renditen, nachdem der Leitzins auf seinem Rekordtief verharrt. Doch nun kommen auch die Börsen immer mehr ins stocken. Die Amerikanische Federal Reserve (FED) kann sich momentan noch auf keinen festen Kurs beim Anleihekaufprogramm festlegen und bremst so die Anleger aus. Viele Anleger sind von dem Zaudern der Notenbanker um Ben Bernanke verunsichert, halten Aktien nur noch für wenige Tage, bzw. investieren nur kleine Summen um kein Risiko einzugehen. Die Folge sind Umsätze weit unter normalem Niveau.

zum Chart des Dax

Der Dax dümpelt in der vergangenen Woche auch nur vor sich hin und weist nur ein kleines Plus aus. Auch in der kommenden Woche erwartet man einen Da mit wenigen Kursschwankungen. Der Aktienstratege Carsten Klude von der MM Warburg sagte gegenüber dem Handelsblatt: „Der Dax wird in den kommenden Wochen in einer Spanne von 8150 bis 8450 Punkten gefangen bleiben.” Er erwartet erst ab September wieder mehr Bewegung auf den Aktienmarkt, denn Anfang September trifft sich der Offenmarktausschuss der FED und berät über die Drosselung der Aktien Käufe.

Die FED versucht derzeit die US-Konjunktur zu beleben. Dazu kauft sie monatlich Anleihen und Immobilienpapiere mit einem Volumen von rund 85 Milliarden Dollar auf. Als Ben Bernanke vor einigen Wochen angekündigte den Ankauf ab dem Jahresende langsam zurück zu fahren, erholte sich die Konjunktur weiter.

Alljährliches Treffen in Jackson Hole

Am Donnerstag beginnt das jährlich Treffen der Notenbanker in Jackson Hole (US Bundesstaat Wyoming). Überraschungen werden von Seiten der Börsianer nicht erwartet, zumal mit Bernanke, Mario Draghi (EZB) und Jens Weidmann (Bundesbank) drei wichtige Personen fehlen werden.

Bei dem Treffen geht es natürlich überwiegend um Spekulationen, Markteinschätzung und -prognosen, aber auch die Diskusion um eine Personalie wird hier zu führen sein. Ben Bernanke wird als Notenbank Chef abgelöst und nach Meinung von Experten wird dies einen entscheidenden Anteil an der Entscheidung haben, wann die Fed die Zügel in der Geldpolitik anzieht.

Derzeit hat Barack Obama noch keinen Nachfolger für Beranke ernannt und diese Entscheidung auch erst für den Herbst angekündigt. Es ist daher auch schwer zu spektulieren wie der neue Chef die Fed ausrichten wird, sprich welchen Kurs sie zukünftig einschlägt.

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Rückenwind durch das Ende der Rezession?

Erstmal seit 6 Quartalen hat die Wirtschaft in der Euro Zone wieder ein leichtes Plus verzeichnen können. Es spiegelt wieder, dass die europäischen Unternehmer deutlich optimistischer in die Zukunft blicken und dadurch eher Investitionen vornehmen. Experten warnen aber, dass man sich von diesem Hoch nicht zu sehr blenden lassen sollte. Das Plus hat die Euro Zone hauptsächlich Deutschland und Frankreich zu verdanken und einem unerwartet hohem Hoch aus Portugal. Im kommenden Quartal könnte dies aber wieder ganz anders aussehen.

Börsianer erwarten daher keinen deutlichen Effekt auf die Börse. Auch stehen in der kommenden Woche keine wesentlichen Bilanzveröffentlichungen auf der Agenda. In Deutschland stellen lediglich Sixt am Mittwoch und der TV Sender RTL am Donnerstag ihre Bilanzen vor.

Ist das Ende der Rezession erreicht?

Am heutigen Mittwoch machte ein lang ersehnte Nachricht die Runde: „Die Wirtschaft in der Euro Zone wächst.“ Diese Nachricht kommt zu einem denkbar günstigem Zeitpunkt, denn wenige Wochen vor der Bundestagswahl kann die Regierung jede gute Nachricht gebrauchen. Die Bundesregierung kann nun nachweislich belegen, dass die Euro Rettungspolitik wirkt. Viele sehen gar nach gut zwei Jahren das Ende der historischen Rezession. Doch diese Einschätzung relativiert sich, wenn man sieht, dass das Wachstum gerade man 0,3 Prozent zum Vorquartal beträgt.

Zwei Gründe begünstigten das Wachstum in der Euro Zone. Zum einen haben die beiden Schwergewichte in der Euro Zone, Deutschland und Frankreich, wieder kräftig zugelegt und zum anderen ist die Rezession in den Krisenländern deutlich geringer ausgefallen als erwartet. So konnte das Europäische Statistikamt Eurostat das Wachstum als positiven Erfolg verkündigen.

Besonders freuen wird dies auch den Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi. Seine vor gut einem Jahr angekündigte Euro Rettungspolitik zeigt nun deutliche Erfolge. Damals hatte Draghi angekündigt, dass die Notenbank im Notfall Anleihen der Krisenländer aufkaufen werde. Den Investoren konnte er so die Angst vor einem Zusammenbruch des Euros nehmen und gleichzeitig das Vertrauen in den Währungsraum stärken. Auch die umstrittene Niedrigzinspolitik der EZB kann die positive Entwicklung der Wirtschaft begünstigt haben.

Zuversicht in der Eurozone wächst

Das Münchener ifo-Institut erhebt regelmäßig Daten zum Wirtschaftsklima in der Eurozone. Bei der Auswertung von Zahlen der vergangenen zwei Jahre zeigte sich ein stetiges Wachstum in der Zuversicht, deren höchster Stand im August erreicht wurde. Der Optimismus wird nun auch durch harte Zahlen belegt.

Motor für die Zuversicht und das Wachstum in der Eurozone ist wohl die deutsche Wirtschaft. Allein im zweiten Quartal 2013 wuchs die deutsche Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent. Diese Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt, nicht ohne Stolz, denn es ist der stärkste Anstieg seit Anfang 2012.

Der Unicredit Ökonom Alexander Koch sagte gegenüber dem Handelsblatt: „Die deutsche Wirtschaft hat ein beeindruckendes Comeback hingelegt.“ Laut dem Statistischen Bundesamt liegt das hohe Wachstum zum einen an der starken Binnenkonjunktur und zum anderen an höheren Investitionen. Die Investitionen kommen überwiegend aus dem Bausektor, denn aufgrund des langen und kalten Winters mussten große Teile der Bauproduktion zurückgestellt werden.

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Weitere Länder beeindrucken mit positiven Wirtschaftszahlen

Auch das zweite Europäische Schwergewicht Frankreich konnte gute Quartalszahlen abliefern. Während Experten lediglich mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet hatten, wuchs die Wirtschaft um 0,5 Prozent, was überwiegend auf die starke Binnenkonjunktur zurückzuführen ist. Somit ist Frankreich auch weiterhin der zweite Wirtschaftsmotor in der Eurozone, neben Deutschland.

Ein beeindruckendes Comeback feierte aber das Krisenland Portugal. Im wirtschaftlichen Wachstum ist es der Spitzenreiter in der Eurozone, mit einem Plus von 1,1 Prozent. Es ist wünschenswert, dass dieser Trend sich auch in Zukunft fortsetzen wird.

Wie soll man sein Geld noch anlegen?

Bei dem momentanen Zinsniveau der Europäischen Zentralbank (EZB) stellen sich viele Anleger die Frage: „Wie soll ich mein Geld noch anlegen?“ Die Zinsen sind so niedrig wie nie und selbst auf die Frage wann diese Niedrigzinsphase endet, weiss man keine Antwort. Die konservativen Sparer haben momentan das Nachsehen. Die Banken können kaum noch Zinsen zahlen und so gehen die Zinsen für Sparbücher und Geldmarktkonten in den Keller. Auch lang- bis mittelfristige Anlagen bringen kaum noch Zinsertrag und sind so unattraktiv für die Sparer. Seit Monaten geistert immer wieder das Wort „Realzinsfalle“ durch die Banken. Die Berater können mit einer einfachen Berechnung belegen, dass Kunden mit einer Anlage in Sparbüchern durch die Inflation eher sogar ein Minus macht, als mit seiner Spareinlage einen Ertrag zu erzielen. Die Berater raten daher vermehrt in Fonds oder andere Wertpapiere zu investieren. Ob aber Wertpapiere in Zeiten unsicherer Märkte die richtige Anlageform sind, ist fraglich.

640648_web_R_K_B_by_Uwe Schlick_pixelio.de Bildquelle: © Uwe-Schlick/pixelio.de

Auch die private Altersvorsorge betroffen

Die europäische Schuldenkrise und die Rettungsversuche der EZB haben die Anleger verunsichert, besonders was die Versorgung im Alter angeht. Nach einer Umfrage des Versicherungsjournal haben 75 Prozent der Befragten die Befürchtung, dass ihre Altersvorsorge, bedingt durch die aktuelle Entwicklung, verschmälert wird. Gut 46 Prozent der Befragten haben Angst im Alter zu verarmen.

Noch in den 90er Jahren haben Sparer für ihre Anlage in klassischen Lebens- und Rentenversicherung einen Garantiezins von 4 Prozent ausgeschrieben, was eine Rendite von rund sieben Prozent ausmachte. Nach aktuellen Schätzungen liegt der Garantiezins derzeit bei nur 1,75 Prozent, was bei einer Rentenversicherung eine Rendite von nicht ganz vier Prozent ausmacht. Die Versicherer können leider aber auch nicht mehr für ihre Kunden machen, denn die Refinanzierungsmöglichkeit der Versicherer sind auch minimal. Die Umlaufrendite liegt derzeit schon unter dem Garantiezins von 1,75 Prozent.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat bereits eine Warnung ausgesprochen. Die Zinssenkung der EZB auf 0,5 Prozent geht nach Meinung des GDV rein zu Lasten der Altersvorsorge.

Welche Rolle spielt die EZB?

Die Europäische Zentralbank spielt derzeit die Rolle des Sündenbocks für die Politik und muss den Kopf für alle Entscheidungen der Politiker hinhalten. Weil die Politiker das Grundproblem, nämlich die Schulden, nicht in den Griff bekommen, muss die EZB als Krisenfeuerwehr herhalten- Leidtragende sind immer die Steuerzahler, denn ob es nun die Krisenpolitik der EZB ist oder eine Rettungsstrategie der Politik ausgegeben wird, haften tun immer die Steuerzahler. Jeder Kredite, der vom permanenten Euro Rettungsschirm ESM an die Krisenländer gezahlt wird, ist mit Steuergeldern abgesichert. Derzeit sind Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern unter den Rettungsschirm gegangen. Sollten noch mehr Länder Hilfe von der EU benötigen, kann das Risiko für die Deutschen Steuerzahler auf 509 Milliarden Euro steigen, nicht enthalten sind die Risiken, die in den Bilanzen der EZB schlummern.