Droht eine Immobilienblase?

Wer Geld hat und es anlegen möchte, tut dies in der Regel nur mit Investments die eine hohe Rendite versprechen. Leider findet man eine solche Anlage in der heutigen Zeit kaum noch, daher weichen viele Anleger auf Immobilien aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Moody´s Analytics und kann auch gleich einen Grund dafür liefern. Laut der Studie ist die Europäische Zentralbank (EZB) als Schuldiger ganz klar zu nennen. Die EZB kauft seit März kauft für monatlich 60 Milliarden Euro Staatsanleihen an. Diese Einkäufe drücken die Rendite und lassen daher Anleger andere Möglichkeiten zur Geldanlage suchen.

Auf der Suche nach lukrativen Immobilienanlagen drängen sie dabei vermehrt auf den deutschen Markt, der als sicherer Hafen gesehen wird. Seit 2009 kann man eine Preissteigerung auf dem deutschen Immobilienmarkt erkennen. Da die Preise schon vor der Krise nicht allzu hoch waren, hat Deutschland im Gegensatz zu den Nachbarländern keinen Einbruch bei den Immobilienpreise während der Krise hinnehmen müssen.

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Doch nicht alle freuen sich über diese Entwicklung, gerade die Bundesbank beobachtet sie mit einer gewissen Sorge. Gerade in sehr beliebten Großstädten sind die Preise rasant gestiegen und werden sogar mit 10 bis 20 Prozent über dem Wert bewertet. Zu den beliebten Städten gehören unter anderem München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Frankfurt. Laut der Bundesbank hat sich die Preissteigerung aber im vergangenen Jahr abgeschwächt. Auch wenn es in einigen Städten eine Überbewertung gibt, will man von Seiten der Bundesbank noch nicht von einer Immobilienblase sprechen. Sie verweist auf die weiteren strikten Anforderungen an die Banken bei der Kreditvergabe und deren Einhaltung.

Wirft man den Blick nach England, kann man große Risiken für eine Blase erkennen. Die dortige Regierung hat ein spezielles Programm für den Häusermarkt aufgelegt und die Kreditaufnahme angekurbelt. Laut der Studie läuft besonders in London der Markt heiß. Schlimmer sieht es nur noch in Norwegen aus. Durch den Ölpreisverfall hat die Notenbank den Leitzins gesenkt um die Wirtschaft zu stützen. Davon profitiert natürlich auch der Immobilienmarkt und befindet sich schon bald am Siedepunkt. Vor allem in Oslo sind die Preise rasant gestiegen. Um gegen zu steuern hat die Regierung nun die Kapitalanforderungen an Hypothekenkredite erhöht. Ob dies den gewünschten Effekt bringt, bleibt abzuwarten.

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Ruhe an den Devisenmärkten?

Händler an den Devisenmärkten sind derzeit etwas beunruhigt, denn es gibt nur sehr geringe Kursschwankungen zu verzeichnen. Schaut man allerdings mittelfristig, kann man erhebliche Kursunterschiede erkennen.

Als stärkste Währung der vergangenen Monate erwies sich das Pfund. Die Wirtschaft in Grußbritannien hat sich in den vergangenen Monaten deutlich erholt, was dem Pfund klar zu Gute kam. Auch hat Bank of England eine Leitzinserhöhung in Aussicht gestellt. Sie wertete das Pfund deutlich gegenüber dem Euro auf und erweckte den Eindruck der Euro sei eine schwache Währung. Zwar kann man aus dem Protokoll der Juli Sitzung der Bank of England erkennen, dass es noch keine Mehrheit für eine Zinserhöhung gibt, es gibt allerdings konstruktive Gespräche und bis zum Jahresende will man eine Lösung gefunden haben. Experten werten dies als ein klares Signal für eine Erhöhung des Leitzinses.

Auch der Dollar hat sich im Vergleich zum Euro stabilisiert. Vom Sommer letzten Jahres bis zum Frühjahr 2015 bewegte sich der Kurs nur in einem sehr engen Band zwischen 1,05 und 1,15 Dollar. Selbst die Unruhe rund um die Griechenland Krise konnten daran nicht viel ändern. Die Beruhigung der Lage wird den Euro zwar beruhigen, kann aber auch ein Signal an die Fed sein. Die Fed könnte gestärkt sein und Bereitschaft zeigen den Leitzins im Herbst zu erhöhen. Bekannt ist, dass die Fed ihre Zinsentscheidung auch vom Eindruck der internationalen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig machen möchte.

Auch gegenüber anderen Währungen hat der Euro seit Mitte vergangenen Jahres an Wert gewonnen. Hauptsächlich waren dies Währungen von Ländern, deren Wirtschaft unter sinkenden Rohstoffpreisen gelitten haben. Deren Zentralbanken haben die Leitzinsen gesenkt, damit deren Konjunktur stabilisiert werden konnte. Entsprechende Entwicklungen konnte man in Kanada, Australien und Neuseeland beobachten. Auch Norwegen, dessen Krone als eine Art Fluchtwährung galt, musste diesen Weg gehen, auch wenn es kaum merklich war.

Zu den drei schwächsten Währungen der Schwellenländer zählt die türkische Lira. Zu den Gründen dafür zählen innen- und außenpolitische Unsicherheiten, ein Leistungsbilanzdefizit und eine hohen Inflationsrate, von rund sieben Prozent.

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Anlegen mit gutem Gewissen

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Thema bei der Produktion von Wirtschaftsgütern. Bei der Produktion schauen die Konsumenten zum Teil sehr genau wie Nachhaltig die gekauften Produkte sind. Nun wird das Thema Nachhaltigkeit aber auch immer wichtiger für Anleger. Viele Großanleger investieren neusten Studien nach nachhaltig. Sie wollen ihr Geld in nachhaltige und grüne Investments investieren, wohl nicht nur um in der Nacht ruhig schlafen zu können.

Die Union Investment hatte die Studie unter Großanlegern – zum Beispiel Versicherer, Pensionskassen, Unternehmern und Stiftungen – in Auftrag gegeben. Dem Ergebnis zufolge berücksichtigen 58 Prozent der Investoren Nachhaltigkeitskriterien für ihre Anlage. Damit gab es wieder einen leichten Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren, im letzten Jahr waren es noch 56 Prozent und im Jahr davor noch 48 Prozent. Nachhaltige Investments haben einen festen Platz in den Portfolios der Großanlegern, 80 Prozent können sich einen Ausstieg aus dieser Anlageform nicht vorstellen.

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Wird es ein Qualitätssiegel geben?

Natürlich sind nachhaltige Investments nicht nur für Großanleger zu haben, auch die Privatanleger haben die Möglichkeit mit „gutem Gewissen“ ihr Geld anlegen zu können. Doch die richtige Anlage zu finden ist sehr schwer, nicht zuletzt wegen fehlender Kriterien und Regeln wie ein nachhaltiges Investment auszusehen hat. Es wird daher die Forderung lauter nach einem Qualitätssiegel für nachhaltige Kapitalanlagen.

Nach Angaben des Sustainable Business Institute (SBI) gibt es rund 400 nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ist die 47 Milliarden Euro (Stand Ende März 2015) investiert sind. Das SBI berücksichtigt in ihrer Analyse nur Fonds, die in besonderer Weise soziale, ökologische oder ethische Kriterien verfolgen. Leider basiert dieses Verfahren ausschließlich auf Angaben der Fondsgesellschaften.

Weil die nachhaltigen Investments noch nicht so klar zu erkennen sind, bilden sie noch immer ein Nischenprodukt für die Privatanleger. Eine interessante Zahl die diese These untermauert ist, dass von hierzulande 883 Milliarden Euro Vermögen in Publikumsfonds, nur etwa 1,4 Prozent in Fonds mit nachhaltigen Investments angelegt sind. Den größten Anteil machen traditionell die Aktienfonds aus, gefolgt von Rentenfonds und Mischfonds.

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Was sind die Motivationen für nachhaltige Investments

Die eingangs genannte Studie hat auch einige Aspekte zur Motivation der Anleger durchleuchtet. 90 Prozent der Anleger sehen ein solches Investment als mit Abstand beste Maßnahme, um als Unternehmer oder Organisation einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten zu können. Als zweiten wichtigen Punkt nennen die Anleger eine gute Unternehmensführung (Corporate Governance). Fast ebenso oft wird das soziale Engagement und Maßnahmen zum Umweltschutz genannt.

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Fonds, der langfristige Erfolg

Aktionäre schauen in diesen Tagen sorgenvoll auf ihr Depot. Die Krise um die Zukunft Griechenlands und die Turbulenzen in China lassen die Depotwerte langsam schmelzen. Von der großen Freud die Anfang des Jahres aufgrund der stetig steigenden Kurse ist momentan nicht viel geblieben. Seit Jahresbeginn hatte der Dax zeitweise um 25 Prozent zugelegt, zum jetzigen Zeitpunkt hat man aber nur noch ein Plus von rund 9 Prozent. Wer den Absprung in der Hochzei der Dax im April verpasst hat, wird sich nun doch ärgern, wobei man realistisch sehen muss, dass 9 Prozent Kursgewinn auch noch sehr gut sind.

Diese Kursunterschiede kann man auch gut bei den Fonds erkennen. Schaut man sich die Aktienfonds mit den Anlageschwerpunkt Deutschland an, haben sie in den letzten 3 Jahren einen Wertzuwachs von über 60 Prozent verzeichnet. Schaut man sich den Wertzuwachs aber nur innerhalb eines Jahres an, kommt man auf einen Wertzuwachs von rund 14 Prozent und auch der Fondsverlauf in den vergangenen 6 Monaten liegt nur bei 15 Prozent im Plus. Man sieht also wie wichtig es ist Aktienfonds nicht als kurzfristiges Investment zu sehen, mit Geduld macht man deutlich mehr Gewinn.

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Nebenwerte als gutes Investment

Die Standardwerte im Dax sind mit Sicherheit immer ein lohnendes Investment, man sollte aber auch ruhig einen Blick auf die Nebenwerte werfen, denn auch hier lassen sie gute Kursgewinne mitnehmen. Gerade in den letzten Wochen haben die Nebenwerte sogar besser abgeschnitten als die Standardwerte. Der M-Dax steht seit Jahresbeginn mit einem Plus von mehr als 20 Prozent äußerst gut da. Besser sind nur noch die Technologiewerte im Tec-Dax, der sogar ein Plus von rund 27 Prozent erzielen konnte.

Da die Nebenwerte so eine hervorragend Entwicklung nehmen, tauchen sie auch nicht umsonst in den Bestenlisten der Fonds auf. Unter den 5 besten Aktienfonds Deutschlands befinden sich 3 Nebenwertefonds. Dies ist allerdings nicht nur der aktuellen Entwicklung geschuldet, denn diese drei Fonds halten sich schon sehr lange in den Spitzenpositionen der Aktienfonds und haben sich dort etabliert.

Große Erfolge verzeichnen auch defensiv ausgerichtete Fonds. Einige dieser Fonds investieren vorwiegend in deutsche Aktientitel und mischen noch ein paar Dividendentitel aus Drittstaaten dazu. Was sich ein wenig konservativ und damit langweilig anhört, hat durchaus Erfolg. Allerdings gilt hier um so mehr Geduld zu beweisen und die Anlage als langfristigen Teil ins Portfolio aufzunehmen.

Wer sein Portfolio mit einigen Aktienfonds durchmischen möchte, kann bei Onvista.de einige Fondsvergleiche anstellen, klicken Sie einfach hier.

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Gesetzentwurf zu Dispozinsen

Am Mittwoch brachte das Bundeskabinett einen lang diskutierten Gesetzentwurf auf den Weg. Dieses soll die Verbraucher besser vor hohen Dispozinsen und Risiken bei Immobilienfinanzierungen schützen. Es hat weiterhin intensivere Informationen und Beratungen zum Ziel.

Um die Ziele zu erfüllen müssen Banken und Sparkassen einige Anforderungen erfüllen. So ist etwa vorgesehen, dass sie die Kunden über Alternativen aufklären müssen, sofern der Dispo ein halbes Jahr lang zu mehr als 75 Prozent ausgeschöpft wurde. Um die aktuellen Dispozinsen miteinander besser vergleichen zu können, sollen sie weiterhin die Dispozinsen im Internet veröffentlichen. Banken wird es so schwerer gemacht unangemessen hohe Zinsen zu verlangen und Verbraucher können die Dispozinsen einfacher zwischen den Banken vergleichen.

Bei den Immobiliendarlehen soll es strengere Regelungen geben. Die Banken und Sparkassen werden verpflichtet die Kunden vor der Vergabe streng auf Kreditwürdigkeit zu prüfen und umfassend über das Angebot zu informieren. Die bisher zum Teil übliche Koppelung an andere Finanzprodukte soll nur noch in ganz bestimmten Fällen erlaubt werden.

Kreditvermittler werden durch den neuen Gesetzentwurf ebenfalls an eine kürzere Leine genommen. Die Inanspruchnahme eines Kredites war bisher oft mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden gewesen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen so besser vor Fehlentscheidungen geschützt werden.

Mit dem Gesetzentwurf kommt der Gesetzgeber den Verbraucherschützern entgegen, die schon seit längerem schärfere Regelungen verlangen. Allerdings werden nicht alle Forderungen erfüllt, denn die Verbraucherschützer verlangen eine Deckelung der Zinssätze auf eine feste Höhe, dem kommt man hiermit nicht nach. Der Verbraucher soll durch bessere Informationen und einen vertraglich festgesetzten Dispositionskredit besser geschützt werden.

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