Stiftungen erfolgreich, trotz niedrigen Zinsen

Stiftungen übernehmen eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Sie finanzieren verschiedene Projekte aus den Bereichen Soziales, Umwelt, Kunst oder Sport und ermöglichen so erst die vielfältigen Projekte. Doch um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen sie auch entsprechendes Kapital vorhalten. In Zeiten niedriger Zinsen lohnen sich die konservativen Anlagen allerdings nicht und es müssen daher andere Wege gefunden werden das Stiftungsvermögen anzulegen.

Derzeit gibt es mehr als 20.000 Stiftungen und sie alle haben ihre Probleme mit dem aktuellen Zinsniveau. Neue und ertragreiche Geldanlagen sind gefragter denn je, denn sollte das Geld ausgehen, wackeln auch die zu fördernden Projekte. Einzig die großen, vermögenden Stiftungen scheinen gut durch die Krise zu kommen und erfreuen sich an noch recht guten Renditen. Man kann es auch mit den Worten des Bundesverbandes Deutsche Stiftungen ausdrücken, für die Minderheit der Stiftungen mit der Mehrheit des Geldes war 2014 ein gutes Jahr. Sie werden wohl nicht zuletzt profitieren von der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Schaut man noch auf die offiziellen Zahlen, verfügen die etwa 20.000 Stiftungen über ein Vermögen von rund 100 Milliarden Euro, wobei dies noch recht konservativ geschätzt sein sollte.

Im etwas unruhigeren Fahrwasser fahren wohl nur die kleineren Stiftungen, denn gerade von ihnen kommen immer mal Meldungen von finanziellen Engpässen. Gerade sie haben nur ein überschaubares Finanzvolumen und müssen sich daher immer wieder entscheiden wie sie das Vermögen anlegen wollen. Die sichere Variante, zum Beispiel mit Bundesanleihen, bringt kaum Ertrag, dagegen stehen die risikoreicheren Anlagen, die zwar hohen Renditen bringen könnten, allerdings auch einen Wertverlust bedeuten können. Einige Stiftungen brauchen sich diese Gedanken allerdings nicht machen, denn sie sind durch ihre Satzung festverzinsliche Anlagen gebunden.

Viele dieser kleineren Stiftungen haben eine privatrechtliche Form die gemeinnützigen Zwecken dienen. Sollten sie kein Geld für gemeinnützige Projekte ausschütten, verlieren sie den steuerbegünstigenden Status der Gemeinnützigkeit, zudem kann es wirtschaftlich bei ihnen eng werden. Da sie nicht primär von Zinsen leben, sind sie somit um so mehr auf Spenden angewiesen.

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Bildquelle : Andreas Hermsdorf / pixelio.de

 

Haben Stiftungen eine Zukunft?

Während die kleinen Stiftungen Probleme bei der Anlage haben können, können sich die großen Stiftungen breiter aufstellen. Sie legen ihr Vermögen mittlerweile an, kommen neben sicheren Anlagen auch Aktien und Immobilien ins Portfolio der Stiftungen. Andere Stiftungen besitzen gar Firmenanteile oder ganze Unternehmen. Sie können aufgrund des großen Vermögens selbstverständlich im großen Stil investieren und somit auch andere Erträge generieren. Die Stiftungen beschäftigen so auch nicht nur die üblichen Stiftungsmanager, sondern zunehmend auch Risikomanager.

Auch wenn die Zeiten nicht einfach für Stiftungen sind, so haben sie doch noch eine gute Zukunft. Stiftungen liegen gar im Trend, denn ihre Zahlen steigen weiter. Gerade Familien- oder gemeinnützige Stiftungen werden häufig gegründet um das Vermögen zu erhalten und einen bestimmten Zweck zu begünstigen.

Wer sind über Stiftungen informieren, kommt mit dem folgenden Link zum Bundesverband Deutscher Stiftungen -> Link

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Bildquelle: © Kirsten-Fischer / pixelio.de