Kategorie-Archiv: Banken & Broker

Anlegen mit gutem Gewissen

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Thema bei der Produktion von Wirtschaftsgütern. Bei der Produktion schauen die Konsumenten zum Teil sehr genau wie Nachhaltig die gekauften Produkte sind. Nun wird das Thema Nachhaltigkeit aber auch immer wichtiger für Anleger. Viele Großanleger investieren neusten Studien nach nachhaltig. Sie wollen ihr Geld in nachhaltige und grüne Investments investieren, wohl nicht nur um in der Nacht ruhig schlafen zu können.

Die Union Investment hatte die Studie unter Großanlegern – zum Beispiel Versicherer, Pensionskassen, Unternehmern und Stiftungen – in Auftrag gegeben. Dem Ergebnis zufolge berücksichtigen 58 Prozent der Investoren Nachhaltigkeitskriterien für ihre Anlage. Damit gab es wieder einen leichten Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren, im letzten Jahr waren es noch 56 Prozent und im Jahr davor noch 48 Prozent. Nachhaltige Investments haben einen festen Platz in den Portfolios der Großanlegern, 80 Prozent können sich einen Ausstieg aus dieser Anlageform nicht vorstellen.

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Bildquelle: © Rainer-Sturm / pixelio.de

Wird es ein Qualitätssiegel geben?

Natürlich sind nachhaltige Investments nicht nur für Großanleger zu haben, auch die Privatanleger haben die Möglichkeit mit „gutem Gewissen“ ihr Geld anlegen zu können. Doch die richtige Anlage zu finden ist sehr schwer, nicht zuletzt wegen fehlender Kriterien und Regeln wie ein nachhaltiges Investment auszusehen hat. Es wird daher die Forderung lauter nach einem Qualitätssiegel für nachhaltige Kapitalanlagen.

Nach Angaben des Sustainable Business Institute (SBI) gibt es rund 400 nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ist die 47 Milliarden Euro (Stand Ende März 2015) investiert sind. Das SBI berücksichtigt in ihrer Analyse nur Fonds, die in besonderer Weise soziale, ökologische oder ethische Kriterien verfolgen. Leider basiert dieses Verfahren ausschließlich auf Angaben der Fondsgesellschaften.

Weil die nachhaltigen Investments noch nicht so klar zu erkennen sind, bilden sie noch immer ein Nischenprodukt für die Privatanleger. Eine interessante Zahl die diese These untermauert ist, dass von hierzulande 883 Milliarden Euro Vermögen in Publikumsfonds, nur etwa 1,4 Prozent in Fonds mit nachhaltigen Investments angelegt sind. Den größten Anteil machen traditionell die Aktienfonds aus, gefolgt von Rentenfonds und Mischfonds.

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Was sind die Motivationen für nachhaltige Investments

Die eingangs genannte Studie hat auch einige Aspekte zur Motivation der Anleger durchleuchtet. 90 Prozent der Anleger sehen ein solches Investment als mit Abstand beste Maßnahme, um als Unternehmer oder Organisation einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten zu können. Als zweiten wichtigen Punkt nennen die Anleger eine gute Unternehmensführung (Corporate Governance). Fast ebenso oft wird das soziale Engagement und Maßnahmen zum Umweltschutz genannt.

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Fonds, der langfristige Erfolg

Aktionäre schauen in diesen Tagen sorgenvoll auf ihr Depot. Die Krise um die Zukunft Griechenlands und die Turbulenzen in China lassen die Depotwerte langsam schmelzen. Von der großen Freud die Anfang des Jahres aufgrund der stetig steigenden Kurse ist momentan nicht viel geblieben. Seit Jahresbeginn hatte der Dax zeitweise um 25 Prozent zugelegt, zum jetzigen Zeitpunkt hat man aber nur noch ein Plus von rund 9 Prozent. Wer den Absprung in der Hochzei der Dax im April verpasst hat, wird sich nun doch ärgern, wobei man realistisch sehen muss, dass 9 Prozent Kursgewinn auch noch sehr gut sind.

Diese Kursunterschiede kann man auch gut bei den Fonds erkennen. Schaut man sich die Aktienfonds mit den Anlageschwerpunkt Deutschland an, haben sie in den letzten 3 Jahren einen Wertzuwachs von über 60 Prozent verzeichnet. Schaut man sich den Wertzuwachs aber nur innerhalb eines Jahres an, kommt man auf einen Wertzuwachs von rund 14 Prozent und auch der Fondsverlauf in den vergangenen 6 Monaten liegt nur bei 15 Prozent im Plus. Man sieht also wie wichtig es ist Aktienfonds nicht als kurzfristiges Investment zu sehen, mit Geduld macht man deutlich mehr Gewinn.

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Nebenwerte als gutes Investment

Die Standardwerte im Dax sind mit Sicherheit immer ein lohnendes Investment, man sollte aber auch ruhig einen Blick auf die Nebenwerte werfen, denn auch hier lassen sie gute Kursgewinne mitnehmen. Gerade in den letzten Wochen haben die Nebenwerte sogar besser abgeschnitten als die Standardwerte. Der M-Dax steht seit Jahresbeginn mit einem Plus von mehr als 20 Prozent äußerst gut da. Besser sind nur noch die Technologiewerte im Tec-Dax, der sogar ein Plus von rund 27 Prozent erzielen konnte.

Da die Nebenwerte so eine hervorragend Entwicklung nehmen, tauchen sie auch nicht umsonst in den Bestenlisten der Fonds auf. Unter den 5 besten Aktienfonds Deutschlands befinden sich 3 Nebenwertefonds. Dies ist allerdings nicht nur der aktuellen Entwicklung geschuldet, denn diese drei Fonds halten sich schon sehr lange in den Spitzenpositionen der Aktienfonds und haben sich dort etabliert.

Große Erfolge verzeichnen auch defensiv ausgerichtete Fonds. Einige dieser Fonds investieren vorwiegend in deutsche Aktientitel und mischen noch ein paar Dividendentitel aus Drittstaaten dazu. Was sich ein wenig konservativ und damit langweilig anhört, hat durchaus Erfolg. Allerdings gilt hier um so mehr Geduld zu beweisen und die Anlage als langfristigen Teil ins Portfolio aufzunehmen.

Wer sein Portfolio mit einigen Aktienfonds durchmischen möchte, kann bei Onvista.de einige Fondsvergleiche anstellen, klicken Sie einfach hier.

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Gesetzentwurf zu Dispozinsen

Am Mittwoch brachte das Bundeskabinett einen lang diskutierten Gesetzentwurf auf den Weg. Dieses soll die Verbraucher besser vor hohen Dispozinsen und Risiken bei Immobilienfinanzierungen schützen. Es hat weiterhin intensivere Informationen und Beratungen zum Ziel.

Um die Ziele zu erfüllen müssen Banken und Sparkassen einige Anforderungen erfüllen. So ist etwa vorgesehen, dass sie die Kunden über Alternativen aufklären müssen, sofern der Dispo ein halbes Jahr lang zu mehr als 75 Prozent ausgeschöpft wurde. Um die aktuellen Dispozinsen miteinander besser vergleichen zu können, sollen sie weiterhin die Dispozinsen im Internet veröffentlichen. Banken wird es so schwerer gemacht unangemessen hohe Zinsen zu verlangen und Verbraucher können die Dispozinsen einfacher zwischen den Banken vergleichen.

Bei den Immobiliendarlehen soll es strengere Regelungen geben. Die Banken und Sparkassen werden verpflichtet die Kunden vor der Vergabe streng auf Kreditwürdigkeit zu prüfen und umfassend über das Angebot zu informieren. Die bisher zum Teil übliche Koppelung an andere Finanzprodukte soll nur noch in ganz bestimmten Fällen erlaubt werden.

Kreditvermittler werden durch den neuen Gesetzentwurf ebenfalls an eine kürzere Leine genommen. Die Inanspruchnahme eines Kredites war bisher oft mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden gewesen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen so besser vor Fehlentscheidungen geschützt werden.

Mit dem Gesetzentwurf kommt der Gesetzgeber den Verbraucherschützern entgegen, die schon seit längerem schärfere Regelungen verlangen. Allerdings werden nicht alle Forderungen erfüllt, denn die Verbraucherschützer verlangen eine Deckelung der Zinssätze auf eine feste Höhe, dem kommt man hiermit nicht nach. Der Verbraucher soll durch bessere Informationen und einen vertraglich festgesetzten Dispositionskredit besser geschützt werden.

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Deutscher Zertifikatemarkt schrumpft

Das niedrige Zinsvolumen setzt dem deutsche Zertifikatemarkt ordentlich zu. Im April sank das Marktvolumen mit 75,2 Milliarden Euro auf seinen niedrigsten Stand seit April 2005. Selbst die Insolvenz der Zertifikatsanbieters Lehman Brothers im Herbst 2008 hatte das Marktvolumen nicht so weit sinken lassen. Gerade das Segment der strukturierten Anleihen (Zertifikate mit regelmäßiger Zinsausschüttung) verliert zunehmend an Attraktivität. Dieses Segment machte bislang deutlich mehr als die Hälfte des Gesamtmarktes aus, ihr Anteil ist aber bereits auf rund 38 Prozent gefallen.

Mit einem weiteren deutlichen Rückgang in dieser Produktkategorie wird bereits von Experten gerechnet. Betrachtet man den Martführer, die Deutsche Bank, sieht man dass in den nächsten Monaten einige Papiere mit hohem Volumen auslaufen, es aber an adäquaten Nachfolgeprodukten mangelt. Andere Emittenten haben ganz ähnliche Probleme. Die meisten der fälligen Produkte haben eine Laufzeit von 5 Jahren, den Kunden konnte damals ein Zins von über drei Prozent geboten werden. Schaut man auf den heutigen Markt, findet man Papiere mit einer Verzinsung von unter einem Prozent. Es ist daher nicht verwunderlich wenn die Kunden ihr Geld vorerst auf dem Girokonto parken und abwarten wie sich der Markt entwickelt. Auch die Kapitalschutzzertifikate, bei denen der Kunde sein Kapital garantiert zurück erhält und seine Rendite ausschließlich aus der Entwicklung des Aktienindexes bezieht, finden heutzutage kaum noch Beachtung.

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Doch wie sollte man anlegen?

Der Trend geht zurück zu einfachen Produkten. Während der Zertifikatemarkt binnen eines Jahres um fast 20 Prozent nachgelassen hat, hat der Aktienmarkt um knapp 20 Prozent zugelegt. Wie bereits eingangs erwähnt, sind die strukturierten Anleihen der große Verlierer dieser Entwicklung. Bonitätsanleihen, Aktienanleihen, Express- und Discountzertifikate konnten hingegen Zuwächse verzeichnen.

Indexzertifikate haben zwar ebenfalls leicht nachgelassen, sind aber ein einfacher und günstiger Klassiker, den Anleger gerne nutzen. Einige Indexzertifikate verfolgen allerdings neue Strukturen und neue Basiswerte, so dass Anleger in neue Regionen und Anlageklassen problemlos investieren können. Doch nicht alle dieser neuen Anlagen versprechen den gewünschten Erfolg und so geht der Trend wohl weiterhin zur Einfachheit.

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Sind die Deutschen schon zum Verzicht auf Bargeld bereit?

Es ist ein Thema was immer wieder zu Diskussionen führt, bei den Kreditinstituten, im Handel und bei den Konsumenten – brauchen wir noch Bargeld?

Viele Länder in Europa machen bereits vor wir man gut fast ohne Bargeld auskommen kann. Kleine und große Summen werden mit der Kontokarte, der Kreditkarte oder mit dem Handy beglichen. Bargeld wird eher als störend empfunden und vereinzelnd können Geschäfte bereits Bargeld ablehnen. Was sich etwas befremdlich anhört ist bereits Realität und sorgt für Gesprächsstoff, nicht nur in den betreffenden Ländern, sondern auch hier in Deutschland. Viele Kreditinstitute beobachten die Entwicklung bei den Nachbarländern und setzen erste Ansatzpunkte um, meist recht unbemerkt und noch öfter nicht genutzt. Viele Kunden von Banken stehen den neuen Zahlungsmethoden skeptisch gegenüber und haben Angst vor „dem neumodischen Kram“. Auch steht der Handel nicht immer hinter den neuen Zahlungsmethoden, denn die entsprechenden Bezahlterminals sind teuer und durch das zögerliche Verhalten derer Kunden lohnt sich die Anschaffung meist nicht.

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Warum Bargeld teuer ist

Jeder Händler und viel mehr jedes Kreditinstitut weiss, dass Bargeld ein teures Gut ist. Nicht nur die Herstellung von Bargeld ist teuer, nein auch danach entstehen nicht unerhebliche Kosten. Ganz offensichtlich sind die Transportkosten für Bargeld. Die gepanzerten Fahrzeuge mit ihrem speziell ausgebildeten Sicherheitsleuten verursachen nicht unerhebliche Kosten für den Transport des Bargeldes. Das angelieferte oder eingenommene Bargeld muss nun in speziell gesicherten Tresoren gelagert werden. Diese Sicherheitstechnik ist aufwendig und verursacht ebenfalls hohe Kosten. Hinzu kommen weitere Kosten, die man auf dem ersten Blick eventuell nicht sieht. Falsches Wechselgeld und die Arbeitszeit für die Verwaltung des Bargeldbestandes sind nicht zu verachten.

Allein der Handel hat durch das Bargeld Verluste in Höhe von etwas 6,6 Milliarden Euro. Doch trotz der Kosten kann der Handel nicht auf Bargeld, denn die Deutschen lieben ihr Bargeld. Rund 80 Prozent ihrer Einkäufe bezahlen die Deutschen bar, was etwas die Hälfte der getätigten Umsätze entspricht.

Hinterfragt man warum das Bargeld so gerne genutzt wird, kommen in der Regel immer die gleichen Antworten. An erster Stelle steht immer eine bessere Kontrolle über die eigenen Finanzen. Viele geben aber auch Sicherheitsgründe an oder argumentieren mit Komfortgründen. Nur wenige Beklagen, dass der Händler kein anderes Zahlungsmittel akzeptiert. Führt man also Diskussionen zur Abschaffung von Bargeld verlaufen sie immer ins Leere.

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Ist die bargeldlose Zahlung wirklich riskant?

Wie bereits erwähnt, haben Kunden das Gefühl, dass die bargeldlose Zahlung zu viele Risiken birgt. Immer wieder kommen Meldung von ausgespähten Daten und angeblichen erheblichen Schäden für den Betroffenen. Doch dies sind nur seltene Fälle und meist lassen sie sich auch auf fahrlässiges Verhalten des Betroffenen zurückführen. Tatsächlich ist bargeldloses Zahlen einfach und vor allem ohne Risiko. Auch neue Zahlungsarten, wie das kontaktlose Zahlen mit der Karte oder dem Handy birgt kaum Risiken. Die Karte muss dicht an das Lesegerät gehalten werden, da die Übertragung nur wenige Zentimeter weit reicht. Ein Ausspähen der Daten sollte somit schwer fallen, denn auch ein entsprechendes Lesegerät muss dich an die Karte gehalten werden. Die Zahlung mit dem Smartphone basiert auf dem gleichen Prinzip, ein Ausspähen der Daten ist damit ebenfalls nahezu unmöglich.

Diese Arten der Zahlung scheinen für die meisten Deutschen noch abwegig, doch gerade die jungen Leute wollen solch zukunftsfähigen Zahlungsarten. Sie wollen neue Technologien nutzen und tragen zunehmend weniger Bargeld mit sich. Auch wollen sie die Möglichkeiten ihrer geliebten Smartphones voll nutzen und werden daher diese Zahlungsart vermutlich gerne nutzen.

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Dispo Zinsen sind eine gute Einnahmenquelle

Seit einer gefühlten Ewigkeit erleben wir eine Niedrigzinsphase. Es gibt inzwischen kaum noch Zinsen auf Sparkonten, Tagesgelder und Staatsanleihen, ja selbst die Zinsen für den Wohnungsbau sind so niedrig wie nie. Da reiben sich manche Bankkunden verwundert die Augen wenn sie einen Blick auf die Zinsen für den Dispositionskredit (Dispo) werfen. Bei vielen Banken steht der Dispokredit noch immer im zweistelligen Bereich, was die Banken und Sparkassen aber auch sehr gut argumentieren können. Einer der Hauptargumente ist, dass der Dispo ja kein dauerhafter Kredit ist und somit nicht mit einem Ratenkredit oder Hypothekendarlehen vergleichbar sei. Da er außerdem sehr kurzfristig nutzbar ist, ein Kredit ist der ohne Sicherheiten ausgegeben wird und nur in den wenigsten Fällen eine Prüfung erfolgt, müssen sich diese Umstände in den Zinsen widerspiegeln.

Viele Experten vermuten allerdings, dass Banken und Sparkassen deswegen hohe Zinsen für den Dispo verlangen, weil die Zinsen gezahlt werden. Nur wenige Kunden beschweren sich über die Zinsen, denn schließlich sind sie auf die unkomplizierte Finanzspritze angewiesen und werden die Bank nicht wechseln nur weil sie „nebenan“ weniger Zinsen für den Dispo zahlen müssen. Der Dispo ist somit eine unkomplizierte Einnahmequelle, die mehr oder weniger gerne vom Kunden gezahlt wird.

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Die Politik will regulierend eingreifen

Die Politik hat den Dispositionskredit schon länger als Thema auf der Agenda, denn mit einer gelebten Ungerechtigkeit kann man ganz einfach auf Wählerfang gehen. Doch alle Drohungen, regulierend einzugreifen wenn sich nicht bald etwas ändert, änderten nicht. Auch das Einschalten des Kartellamtes führte keine Änderung herbei und so fragt man sich, warum die Politik hier nicht wirklich aktiv wird und seine Versprechen einlöst.

Am Mittwoch will nun Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) einen erneuten Gesetzentwurf ins Kabinett einbringen. Der Entwurf sieht vor, dass alle Banken und Sparkassen ihre Dispozinsen im Internet veröffentlichen müssen. Zwar kommen dem bereits die meisten Kreditinstitute freiwillig nach, doch gerade kleine regionale Institute tun dies nicht immer, ganz besonders wenn sie hohe Zinsen veranschlagen. Man erhofft sich davon, dass man die Dispozinsen vergleichbar machen kann, ähnlich wie es bei Tagesgeldern problemlos möglich ist. Die gesteigerte Transparenz könnte den Wettbewerb zwischen den Banken anheizen, so dass die Zinsen durchaus auch sinken könnten.

Ob damit eine konsequente Lösung gefunden ist, bleibt zu bezweifeln, denn wie bereits erwähnt, veröffentlichen bereits viele Banken und Sparkassen ihre Dispozinsen und lassen somit Vergleiche zu. Man erreicht lediglich eine vollständige Transparenz, aber ob daraus mehr Wettbewerb oder sinkende Zinsen entstehen bleibt abzuwarten.

Bei angestrebten Vergleichen muss man zudem viele weitere Faktoren berücksichtigen und nicht nur den eigentlichen Zinssatz. Einige Banken und Sparkassen bieten bereits Kontomodelle, bei denen die monatliche Grundgebühr höher ist und dadurch die Zinsen dadurch niedriger. Andere verzichten sogar auf Dispozinsen, begrenzen den Kreditbetrag aber konsequent. Internetbanken, wie etwas die ING-Diba, die DAB Bank oder die DKB haben bereits niedrige Dispozinsen, die bei 7,5 Prozent liegen.

Regionale Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben inzwischen fast flächendeckend die Überziehungszinsen angeschafft. Der Extrazins für die Überziehung des Dispos war vielen Verbraucherschützern schon lange ein Dorn im Auge. Einen gewissen Teilerfolg konnte man also bereits erzielen.

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Teilerfolge wurden bereits erzielt

Im vorigen Jahr lobte die Stiftung Warentest die Bank bereits. Die Dispozinsen wurden bei vielen Banken bereits deutlich gesenkt, allerdings vergaß man auch nicht einen Hinweis auf die niedrigen Leitzinsen zu geben. Zweistellige Zinsen auf Dispositionskredite sind noch immer nicht nachvollziehbar und sollten auch zukünftig geprüft werden.

Mit der Forderung von Verbraucherschützern, den Dispozins zu deckeln, konnte man sich politisch noch nicht durchringen. Deckelungen von sieben oder gar fünf Prozent scheiterten zuletzt am Widerstand der Union.

Es wird daher geplant, die Banken und Sparkassen zu verpflichten, Kunden zu warnen, wenn sie längere Zeit ins Minus gerutscht sind. Man solle diesen Kunden eine günstige Alternative bieten, etwa einen Ratenkredit mit günstigeren Zinsen. Man denkt derzeit an eine Zeitgrenze von drei Monaten in der der Dispo in Anspruch genommen wird oder eine Koppelung an den Gehaltseingang. Die ING-Diba hat dies bereits umgesetzt und geht aktiv auf ihre Kunden zu. Die Commerzbank hat sich entschlossen, zusätzliche Warnhinweise auf die Kontoauszüge zu drucken. Wenn die Erfahrungen der Vorreiten positiv ausfallen, werden auch andere Banken nachziehen.

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Verbesserter Schutz für Kleinanleger

Der sogenannte graue Kapitalmarkt birgt noch immer hohe Risiken für Kleinanleger. Pleiten, wie die des Windkraftunternehmens Prokon, verdeutlichen dies eindrucksvoll. Das Unternehmen hatte von rund 75.000 Anlegern 1,4 Milliarden Euro eingesammelt, ehe es im Jahr 2014 Insolvenz anmelden musste. Nun drohen den Anlegern sehr hohe Verluste.

Privatleger sollen über Chancen und Risiken von Geldanlagen besser und umfangreicher informiert werden. So sieht es quasi im Kern eines neuen Gesetzes aus, welches vom Bundestag verabschiedet wurde. Dabei geht es nicht nur um neue Anforderungen an die Verkaufsprospekte von Banken und Versicherungen, insbesondere Anlagen die nicht von Banken und Versicherungen vertrieben werden sollen umfangreicher kontrolliert werden. Die Prospekte müssen zudem mehr Informationen zum Anbieter der Anlage enthalten und stets aktuell gehalten werden, die sogenannte Nachschuss-Pflicht wird verboten. Auch die Rechte der Finanzaufsicht BaFin werden gestärkt, sie darf Warnungen zu bestimmten Anlagen veröffentlichen oder sogar einzelne Produkte verbieten. Zudem ist es ihr gestattet Werbung für bestimmte Finanzanlagen zu beschränken.

Die Politik ist mit der neuen Regelung sehr zufrieden und bekräftigt damit ihr Vorhaben die Verbraucher besser zu schützen. Man fordert aber auch weiter den eingeschlagenen Weg zu gehen und eine Art Finanz-TÜV einzuführen. Dieser soll dann die Angebote vorab prüfen und dafür Sorge tragen, dass keine windigen Produkte auf den Markt kommen.

Bei dem verabschiedeten Gesetz gibt es allerdings eine Ausnahme, nämlich Schwarmfinanzierung (Crowdfunding) die über Internetportale vertrieben werden. Zwar besteht keine umfassende Prospektpflicht, ein Informationsblatt für Finanzanlagen muss aber dennoch zur Verfügung gestellt werden.

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Diskussionen über die Honorarberatung

Bereits seit einiger Zeit wird bei Banken und Sparkassen über die geplante Einführung der Honorarberatung diskutiert. Wie bei jeder Diskussion stehen den Vorteilen auch Nachteile gegenüber. Einig sind sich aber alle, egal welche Beratung man wählt, der Kunde darf nicht benachteiligt werden.

Momentan ist es für die Kunden nicht einfach eine unabhängige Meinung über Finanzprodukte zu erhalten. Egal ob man zur Bank oder zur Versicherung geht, immer stehen die Interessen des Kunden den Interessen des Beraters bzw. seines Arbeitsgebers gegenüber. Jede Versicherung und auch jedes Kreditinstitut hat ein Interesse daran seine eigenen Produkte zu verkaufen, oder bei einer Vermittlung fremder Produkte eine recht gute Provision zu erzielen. Kritische Kunde stellen sich daher immer die Frage, ob der Berater aus voller Überzeugung das angebotene Produkt verkaufen möchte, oder ob er aus reiner Profitgier dieses Produkt berät.

604347_web_R_K_B_by_Jorma Bork_pixelio.deBildquelle: © Jorma-Bork/pixelio.de

Honorarberatung soll Verbesserung bringen

 

Die Honorarberatung soll hier eigentlich eine Verbesserung sein und für mehr Sicherheit für Kunden sorgen. Doch Kritiker sagen, dass auch hier ein Interessenkonflikt nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden kann, denn auch die Berater wollen Geld verdienen. Dazu müssen sie den Beratungsbedarf ihrer Kunden ermitteln und die Kunden einladen. Der Verbraucher muss dann für sich prüfen ob er die Einladung annehmen möchte, oder eben nicht. Er hat also noch eine gewisse Kontrolle über seinen Berater.

Ein weiterer Vorteil wird klar, wenn man sich die Kosten für eine Beratung genauer anschaut. Bei einer normalen Beratung erhält der Berater eine Provision je nach Art des abgeschlossenen Vertrags. So geht bei einem monatlichen Sparvertrag für eine Altersvorsorge immer ein kleiner Teil der Anlagesumme als Provision an den Berater. Die Anlagesumme kommt also in der Regel nicht 1 zu 1 auf dem Sparvertrag an. Bei Auszahlung können also mehrere 1.000 Euro verloren gehen, eine nicht unerhebliche Summe.

Bei einer Honorarberatung schaut dies ein wenig anders aus. Hier geht die Anlagesumme 1 zu 1 in den Sparvertrag und der Kunde hat somit mehr von seiner Anlage. Gerade bei einer Anlage über viele Jahre, wie zum Beispiel bei einer Altersvorsorge, macht sich dies bemerkbar. Was für den Kunden unangenehmer sein kann, ist das Honorar des Beraters, denn dies wird nach Abschluss des Vertrags fällig. Hier können schon mal schnell mehr als 1.000 Euro für einen langfristigen Sparvertrag fällig werden, denn der Berater erhält einen gewissen Prozentsatz der Beitragssumme als Honorar, derzeit liegt der Satz in der Regel bei 4 Prozent der Beitragssumme, in einigen Fällen aber auch mehr.

Bei einer Beratung muss der Kunde also recht schnell entscheiden wo und wie er sein Geld zahlen möchte. Zwar tun im ersten Moment 1.000 Euro für eine Beratung weh, schaut man sich aber an, dass man bei einem langfristigen Sparvertrag bei Auszahlung 7.000 Euro weniger zurück bekommt, sollte man sich genau überlegen wann man die „bittere Pille“, sprich die Kosten für die Beratung, schlucken möchte.

640782_web_R_K_B_by_Uwe Schlick_pixelio.de Bildquelle: © Uwe-Schlick/pixelio.de

Banken behalten Kirchensteuer ein

Bereits seit Anfang des Jahres erhalten die Kunden von ihren Banken und Sparkassen Post. Es geht um die Neuregelung bei der Kirchensteuer ab dem kommenden Jahr 2015. Grundsätzlich erhält jeder diese Infobriefe, auch wenn er keiner der großen Religionsgemeinschaften angehört. Wie umfangreich diese Informationen ausfallen, entscheiden die Banken und Sparkassen selbst. Bei vielen Lohnsteuerhilfen laufen aufgrund mangelnder Informationen derzeit die Telefone heiß.

Hintergrund ist, dass jeder Kirchensteuern zahlen muss, auch auf private Investments. Da dies bei weitem nicht jeder tut, kommt diese Gesetzesänderung im kommenden Jahr. Die Kirchensteuer wird dann automatisch vom Gewinn abgezogen und ein Schummeln der Anleger ist ausgeschlossen.

Hintergrund zum automatischen Abzug

Gehört ein Erwerbstätiger einer der großen Religionsgemeinschaften an, zahlt er auf sein Einkommen automatisch die Kirchensteuer. Dies gilt in der Regel auch, wenn ein Anleger Gewinne aus seinen Anlagen erzielt. Hat der Kunde seine Konfession aber nicht explizit bei seiner Bank hinterlegt, wurde die Kirchensteuer nicht zusammen mit der Abgeltungssteuer und dem Soli einbehalten. Der Anleger hatte dann über die Einkommenssteuererklärung (Anlage KAP) die Möglichkeit seinen Obolus zu zahlen. Doch auch diese Möglichkeit nutzten viele Anleger nicht und so entgingen den Kirchen Erträge in Millionenhöhe. Die katholische und die evangelische Kirche schätzen, dass ihnen jährlich 480 Millionen Euro durch die Lappen gingen.

Durch das neue Verfahren behalten die Banken und Sparkassen die Kirchensteuer gleich automatisch ein, der Beitrag wird mit der Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt überwiesen. Dazu müssen sie regelmäßig beim Bundeszentralamt für Steuern das Kirchensteuerabzugsmerkmal jedes Steuerbürgers abfragen. So erfahren sie ob er einer Religionsgemeinschaft angehört und wie hoch deren Kirchensteuersatz ist. Erstmals wird dies in diesem Jahr zwischen dem 1. September und dem 31. Oktober getestet.

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Was sie zu tun haben

Grundsätzlich braucht man nicht viel zu tun. Wer keiner der großen Religionen angehört, braucht nicht zu reagieren. Sofern der Status beim Finanzamt richtig ist, wird die Kirchensteuer nicht abgezogen. Auf der Gehaltsabrechnung oder dem letzten Steuerbescheid kann man seinen Status kontrollieren. Wer seiner Bank die Konfession nicht nennen möchte, kann dem Datenabruf widersprechen und einen Sperrvermerk einfordern. Dies muss allerdings bis zum 30. Juni erfolgen, mit einem Formular, welches im Internet unter www.formulare-bfinv.de abgerufen werden kann.

Wer nun mit dem Gedanken spielt einfach einen Sperrvermerk zu hinterlegen, für den ist der Hinweis wichtig, dass der Widerspruch dem zuständigen Finanzamt gemeldet wird. Der Anleger muss dann die Kirchensteuer über die Einkommensteuer begleichen.

Wer muss zahlen?

Grundsätzlich muss jeder zahlen, der einer der großen Kirchengemeinschaften angehört. Es gilt selbstverständlich der Freistellungsauftrag, der einen steuerfreien Gewinn von 801 Euro für ledige und 1.602 Euro für Eheleute ermöglicht. Die Erträge über dieser Freistellung sind somit Abgeltungssteuer, Soli und zukünftig die Kirchensteuer fällig. Die Höhe der Kirchensteuer bemisst sich am Kirchensteuersatz der jeweiligen Religionsgemeinschaft.

Kapitalerhöhung der Deutschen Bank

Am vergangenen Freitag haben alle Aktionäre der Deutschen Bank Bezugsrechte für den Erhalt neuer Aktien erhalten. Nun haben die Inhaber bis zum 24. Juni Zeit diese auszuüben. Mit diesem Schritt kann die Bank innerhalb weniger Wochen rund 8,5 Milliarden Euro einsammeln und die milliardenschwere Kapitalerhöhung abschließen.

Ausgegeben werden 299,8 Millionen neue Aktien zu einem Bezugspreis von 22,50 Euro je Aktien. Das Bezugsverhältnis beträgt 18 zu 5, sprich für 18 alte Aktien kann der Anleger 5 neue Aktien beziehen. Kurz vor Bekanntgabe des Bezugspreises lag der Börsenkurs bei 29,70 Euro.

Mit dieser Kapitalerhöhung kann die Deutsche Bank ihre vergleichsweise dünne Kapitaldecke aufstocken. Dies ermöglicht wiederum das Investmentbanking zu stärken, was wiederum weltweite Kapitalmarktgeschäfte ermöglicht. Diese Chance möchte man sich bei der Deutschen Bank nicht entgehen lassen, zumal die großen Konkurrenten wie UBS und Barclays ihre Geschäfte zurück gefahren haben.

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Was haben die Anleger zu tun?

Zunächst sollte sich der Anleger überlegen, ob er das Angebot annehmen möchte. Wenn man sich für den Kauf entscheidet, muss man seiner Bank rechtzeitig einen Auftrag entsprechenden Auftrag erteilen. Ja nach Bank oder Sparkasse kann dies unterschiedlich ablaufen, man sollte sich die Info seiner Bank oder Sparkasse aufmerksam durchlesen.

Wichtig ist zu wissen, dass der momentane Aktienkurs deutlich höher ist, als der Kaufpreis der Bezugsrechte. Kurz nach Beendigung der Bezugsfrist wird der Aktienkurs merklich sinken, weil durch die neuen Aktien ja deutlich mehr Aktien auf dem Markt sind. Sollte man also noch keine Aktien der Deutschen Bank haben, sollte man also ruhig bis Beendigung der Bezugsfrist warten.

Wer Bezugsrechte hat, diese aber nicht ausüben möchte, braucht dies auch nicht zu tun. Der Anleger hat die Möglichkeit die Bezugsrechte vorzeitig an der Börse zu verkaufen, oder er wartet einfach bis zum letzten Tag, dann werden die Bezugsrechte bestens am Markt verkauft.

Wichtig ist auch zu wissen, dass die Dividende anfangs deutlich sinken wird, denn das für die Dividende vorgesehene Geld wird auf deutlich mehr Aktien verteilt. In den kommenden Jahren erwarten Experten aber, dass die Dividende wieder steigt.

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