Jeder kennt bald die Story von Instagram und Gründer Kevin Systrom, nun äußert er sich in einem Video:
Schlecker Insolvenz
Seit Anfang des Jahres 2012 ist Schlecker buchstäblich in aller Munde. Dabei geht es weniger um die finanzielle Zukunft der beiden Generationen aus der Inhaberfamilie, als vielmehr um die bevorstehende Arbeitslosigkeit zigtausender Mitarbeiterinnen in allen Bundesländern. Arbeitsplatzverlust betrifft immer zwei Seiten. Dem Arbeitnehmer fehlt zukünftig, möglicherweise dauerhaft das bisherige Einkommen. Dem gegenüber steht die öffentliche Hand mit Jobcenter, Agentur für Arbeit, Ländern und Gemeinden, die finanzielle Unterstützung leisten, gesetzlich leisten müssen. Beginnend beim Arbeitslosengeld, kurz ALG I, weitergehend zum ALG II bis hin zum dauerhaften Aufstocken des Familieneinkommens. Entweder weil das wegfallende Einkommen nicht ausgeglichen werden kann, oder weil durch das verbleibende Einkommen die eine oder andere Grenze für öffentliche Hilfen wie beispielsweise Wohngeld oder ALG II-Aufstocken unterschritten wird.
Schlecker war bisher und ist bis auf Weiteres ein Arbeitgeber wie andere auch. Mit Vor- und Nachteilen für den Einzelnen, mit Einhaltung von Recht und Gesetz. Das deutsche Handelsrecht macht keinem Unternehmer zur Vorschrift, ob er seine Firma als Einzelunternehmen oder als Kapitalgesellschaft führt. Wenngleich Schlecker im Laufe der Jahre kapitale Fehler in der Unternehmensführung gemacht hat, sind das keine strafbaren Handlungen. Auch nicht die jetzige Insolvenz mit den damit verbundenen Arbeitsplatzverlusten.
Die Finanzierung der vorgesehenen Transfergesellschaften soll durch Bürgschaften der öffentlichen Hand, nämlich von den Bundesländern, abgesichert werden. Wer ein Darlehen gegen Bürgschaft vergibt, schätzt das Kreditausfallrisiko so hoch ein, dass er dem Darlehensnehmer nicht vertraut. Wenn die Bürgschaften der Länder fällig werden sollten, finanziert sie im Endeffekt der Bürger als Steuerzahler. Das wird im Haushalt der Bundesländer so nicht deutlich, weil nach dem Gesamtdeckungsprinzip alle Einnahmen zur Deckung aller Ausgaben dienen. Im Endeffekt würde, etwas überspitzt gesagt, jeder Bundesbürger die Aus- und Fortbildung aller bisherigen Schlecker-Mitarbeiterinnen in den Transfergesellschaften finanzieren, wenn es dem Insolvenzverwaltet nicht gelingt, diese Gesellschaften bürgschaftsfrei zu finanzieren.
Aufgrund der Termine und notwendigen Entscheidungen kann nicht alles fehlerfrei abgewickelt werden. Fehler mit finanziellen Auswirkungen sind vorprogrammiert. Es bleibt die Frage, wer sie im Endeffekt bezahlen muss. Möglicherweise sind es die Bürger als eine erzwungene Solidargemeinschaft zu Schlecker!
Warnung vor Hebelprodukten
Bei einigen Wertpapieren oder auch im Forex Trading, also dem Handel mit Devisen, können die Anleger Hebel einsetzen, um ihren Gewinn zu vergrößern. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Derivaten. Derivate sind Termingeschäfte, bei denen der Preis oder der Kurs von dem zukünftigen Preis oder Kurs eines Basiswertes abhängig ist. Diese Basiswerte können zum Beispiel Handelsgüter aller Art, Rohstoffe, Lebensmittel, Aktien, Anleihen, Zinssätze, Indizes oder Devisen sein. Da niemand die zukünftige Entwicklung der Preise oder der Kurse vorhersehen kann, handelt es sich bei Derivaten immer um eine sehr spekulative Anlageform. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, bei Derivaten einen Hebel einzusetzen, um den Gewinn zu vervielfältigen. Doch ein Hebel kann auch in die andere Richtung wirken und zu hohen finanziellen Verlusten führen.
Hebelprodukte
Verschiedene Emittenten preisen Hebelprodukte mit dem Vorteil an, dass der Anleger einen geringeren Kapitaleinsatz benötigt, als wenn er den Basiswert, wie zum Beispiel eine Aktie, direkt kauft. Das Kapitel wird als eine Sicherheitsleistung, auch Margin genannt, auf einem Konto des Anlegers bei seinem Broker eingezahlt. Dadurch, dass ein Hebel eingesetzt wird, handelt der Investor zum Beispiel das Zehnfache oder das Hundertfache seines eingezahlten Kapitals. Falls die Kurse des Basiswertes sich so entwickeln, wie der Anleger es erwartet hat, verzehnfacht oder verhundertfacht sich auch sein Gewinn. Auf der anderen Seite kann sich aber auch sein Verlust entsprechend vergrößern. In solch einem Fall ist nicht nur das eingesetzte Kapital verloren. Es kann auch vorkommen, dass der Anleger von dem Broker aufgefordert wird, noch viel Geld nachzuzahlen, um die Verluste auszugleichen. Man nennt diese Aufforderung auch Margin Call und sie ist zu Recht bei den Anlegern gefürchtet. Fall ein Investor dem Margin Call aus eigenen Mitteln nicht nachkommen kann, muss er einen Kredit aufnehmen oder sich anderweitig Geld leihen. Darum sollte sich jeder Anleger bewusst sein, dass der Handel mit Hebelprodukten immer eine Spekulation mit einem Kreditrisiko ist.
Total Aktie stürzt ab!
Achtung Wortspiel: “Total Aktie, stürzt total ab!”
Aus einem Bohrloch der Gasbohrinsel “Elgin” des Total-Konzerns in der Nordsee tritt Gas aus. Das kondensierte Gasgemisch, das in großen Mengen ausströmt, ist hochexplosiv, das Bohrloch zu verschließen bzw. durch eine Entlastungsbohrung die Situation zu beruhigen kann nach Meinung von Experten Monate dauern. Die Aktie des Konzerns befindet sich nach der Katastrophe im Sinkflug, der Kurs fiel binnen kurzer Zeit um 6,6 Prozent und ein Ende ist noch nicht absehbar.
Aktien-Tools und Know-how der Profis nutzen
Der Handel mit Wertpapieren an der Börse ist sehr komplex. Besonders private Anleger sind nicht mit den gleichen Informationen ausgestattet wie die großen Finanzinstitute, die aus Abteilungen mit Mathematikern und Physikern auf professionelle Aktienprognosen zurückgreifen können. Des Weiteren fehlt vielen Privatanlegern Zeit und Muße, sich tagtäglich mit dem aktuellen Börsengeschehen auseinanderzusetzen, um die eigenen Aktien immer wieder neu zu bewerten.
An diesem Dilemma knüpft aktienprognose.de mit dem Ziel an, durch Demokratisierung von professionellen Prognosen diese Informationsasymmetrien zu verringern. Basierend auf quantenphysikalischen Modellen und komplexen, von den Physikern selbst entwickelten mathematischen Algorithmen ist es aktienprognose.de möglich, nun auch Privatanlegern genaue Analysen und realtime Prognosen für ihre Aktien zur Verfügung zu stellen.
Den Benutzern werden Hilfsmittel wie Fourier-Analysen, Korrelations-Tools, Barriere-Analysen und Volatilitäts-Tools geboten, mit denen alle Aktien aus DAX, TecDAX, MDAX, Dow Jones, Nasdaq und Co. auf eigene Faust analysiert werden können.
Außerdem kann ein Musterdepot angelegt werden, welches aufgrund von Tradingsignalen zu der vom Benutzer selbst definierten Strategie automatische Trades ausführt, um die Prognosegüte von aktienprognose.de zu testen. Von den derzeit knapp 400 vorhandenen Musterdepots liegen 280 im positiven Gewinnbereich. Das gewinnbringendste Depot konnte einen Gewinn von 2867% in 226 Tagen erzielen, wohingegen das schlechteste aller Depots einen Verlust von nur 14% in 139 Tagen hinnehmen musste.
In zeitnaher Zukunft soll ein automatischer Handel über die Webseite möglich sein, in dem die Depots automatisiert reale Trades für die vom Benutzer festgelegte Strategie ausführen und so einen persönlichen Daytrader ersetzen bzw. darstellen.
Die Aktienprognose beruht unter anderem auf der folgenden Theorie:
Schwarm-Intelligenz / Swarm Forecast
Eine Lehre aus der weltweiten Finanzkrise ist das kollektive Versagen der Experten und Banken bei der Risikoeinschätzung, z.B. der Immobilienblase in den USA. Ein Grund hierfür ist die starke Vernetzung der Experten, sodass sich keine unabhängigen Meinungen bilden können. Im Zuge dessen konnte sich lange Zeit eine Expertenmeinung, z.B. in Ratingagenturen, halten, die fernab von realen Bezügen nur durch die Netzwerkbildung der Experten unter einander stabilisiert wurde.
Während diese starke Vernetzung in den oben beschriebenen Agenten-basierten Spin-Modellen simuliert wird, soll die Schwarm-Intelligenz diese Netzwerkbildung vermeiden indem eine Vielzahl unabhängiger Quellen objektiv ausgewertet wird, um eine reale Einschätzung der Marktsituation und Aktienkurse zu erhalten. Das Internet bietet hier die Möglichkeit auf eine Vielzahl von möglichen Quellen zuzugreifen. Der Swarm Forecast macht sich den Umstand zu Nutze, dass statistische Fehler bei großen Stichproben verschwinden. Wenn das Wissen der einzelnen Person auch nur minimal ist, so summiert sich das Wissen bei großen Stichproben auf, solange die Fehler unabhängig voneinander sind. Die Kunst besteht nun in der Auswahl geeigneter Stichproben und deren Auswertung durch Anwendung physikalischer Korrelationsauswertungsmethoden aus der Quantenstatistik zur Erkennung von möglichen Vernetzungen anhand des Perkolationsverhaltens.
Die Schwarm-Intelligenz ermöglicht nachweislich korrektere Vorhersagen als zum Beispiel die Prognosen von einzelnen Aktien-Experten oder von selbst ernannten „Börsen-Gurus“.
Energiewende: Comeback der Braunkohle
Die deutsche Energiewende, die doch eigentlich auch mehr Klimaschutz bringen sollte, hat zunächst einen gegenteiligen Effekt: Die Braunkohle erlebt einen erneuten Aufschwung. Der billige, aber sehr schmutzige Rohstoff füllt am schnellsten die Stromlücke, die durch das Abschalten der Kernkraftwerke entstanden ist. Umweltschützer sind entsetzt, Wirtschaftsexperten eher wenig verwundert.
Rückzug Atom, Vormarsch Braunkohle
Dass Atomkraftwerke abgeschaltet werden, beruhigt so gut wie jeden Bürger, und das zu Recht. Die Technologie ist nicht sicher, die Entsorgungsprobleme werden nicht nur die nächsten drei, sondern vielleicht die nächsten dreißig Generationen beschäftigen, und an die Gefahr von Terroranschlägen auf Kernkraftwerke mag kein Mensch bewusst denken. Doch irgendwo muss der Strom schließlich herkommen, und nachts scheint zu wenig Sonne für Solarstrom, auch Windkraft und Biomasse können die Lücke nicht füllen. Also avanciert die Braunkohle mit rund 25 Prozent im Strommix zum wichtigsten Stromlieferanten, aus einem einfachen Grund: Es gibt sie sowohl in Deutschland als auch in den Nachbarländern zu Spottpreisen, selbst aus Afrika kann man sie konkurrenzlos billig importieren. Und die Kraftwerkskapazitäten sind einfach da, um den Rohstoff zu verstromen. Für das Klima ist das verheerend, denn mehr Abgase als mit Braunkohle kann man kaum in die Luft pusten. Die Ageb (Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen) hat jetzt entsprechende Zahlen vorgelegt, nach denen die Braunkohleverstromung 2011 um 3,3 Prozent gestiegen ist.
Schmutzig, aber unumgänglich
Umweltschützer schlagen Alarm, Experten vom DIW (Deutsches Institut Wirtschaftsforschung) sind hingegen nicht überrascht. Wo der Strom sonst herkommen solle, fragt man dort gelassen. Aus Kernkraft und Kohle in Deutschland gleichzeitig aussteigen – unmöglich. Es wäre knapp die Hälfte der deutschen Stromerzeugung betroffen. Greenpeace fordert dennoch den Kohle-Ausstieg bis 2030, die Entwicklung in der Klimabilanz liefert hierfür auch gute Argumente. Die Treibhausgasemissionen steigen bei gleichbleibendem Braunkohleeinsatz um ein knappes Prozent, wenn nicht das Wetter – wie 2011 – eine etwas bessere Bilanz ermöglicht. Darauf kann man sich natürlich nicht verlassen. Fatal ist die Energieerzeugung mit Braun- oder Steinkohle auch deshalb, weil die Kraftwerke rein technologisch nicht mal eben an- und abgeschaltet werden können, jeder Block läuft über vier bis sechs Jahre rund um die Uhr, bevor er in eine Generalreparatur geht. Wenn also Kohlekraftwerke erst einmal angefahren werden, dann pusten sie CO2 in die Luft, ohne Wenn und Aber. Auch deshalb fordern Klimaschützer eine rasche Wende, die jedoch politisch beschlossen werden muss – bevor weitere Kohlekraftwerke gebaut werden. Sind Alternativen über Erneuerbare Energien denkbar? – Sie sind es. Dazu müssten allerdings Emissionsrechte für Kohle teurer gehandelt werden, und wir alle müssen wohl künftig für den Strom etwas tiefer in die Tasche greifen.
Energieerzeuger Eon: blamables Kopfnuss-Video
“E wie einfach” kennen deutsche Verbraucher inzwischen, es steht für den ganz einfachen Wechsel zum Energiekonzern Eon. Jetzt hat es sich der Energieriese etwas zu einfach gemacht, vielleicht auch nur ganz einfach einen Werbefilmer mit Geschmacksverirrung beauftragt und danach ganz einfach ein peinliches Video abgenickt und zur Veröffentlichung freigegeben: Wie einfach man doch einen Social Media Shitstorm auslösen kann! Wer diese unterste Schublade von “Werbung” besichtigen möchte, die inzwischen aus Facebook, Twitter & Co. gelöscht wurde, kann sich bei YouTube informieren. Über diesen Horror werden vielleicht noch unsere Enkel das Schütteln bekommen. Amüsieren kann man sich darüber nicht.
Die verbale Kurzfassung
des 21-Sekunden-Spots ist schnell erzählt: Ein Pärchen liegt im Bett, sie beugt sich schlaftrunken herüber: “Ich kann nicht schlafen!” Da verpasst ihr der junge Mann eine gewaltige Kopfnuss (mit seinem eigenen Kopf, wie im schlechtesten Gangster-Kino). Während sie bewusstlos ins Kissen sinkt, kommentiert der Sprecher amüsiert aus dem Off: “Ist doch ganz einfach – wie Eon!” – Ja, Eon. So einfach ist es, Kunden zu verlieren und das Gesicht dazu. Wahrscheinlich für immer, denn so eine einmalige Entgleisung dürfte kaum vergessen werden.
Der Spot wurde auch auf Social Media Kanälen veröffentlicht, was den eindeutigen Gipfel von Borniertheit darstellt. Denn aufgeklärte Facebook-Nutzer reagierten so, wie es in sozialen Medien (Gott sei Dank) erwartbar ist: mit einem Aufschrei der Empörung. Gewalt, Sexismus, Brutalität, Geschmacklosigkeit – jeder denkbare Vorwurf wurde erhoben. Inzwischen wurde die Verbreitung des Spots gestoppt, aber – schöne neue Welt – das ist im Internet-Zeitalter leider nicht mehr möglich. Er existiert tausendfach, und nur die guten Sitten verbieten uns an dieser Stelle, bei Eon mal nachzufragen: Wie blöd kann man eigentlich sein? – Uups. Nun haben wir doch nachgefragt.
Man hat sich zwar von Eon-Seite inzwischen entschuldigt und ist umfangreich zu Kreuze gekrochen. Das bringt
aber erfahrungsgemäß gar nichts. Ein Image ist sehr mühselig aufgebaut, der Absturz geht hingegen blitzschnell.
Studenten planen schon früh die Zukunft
Ja, ja das verlotterte Studentenleben. Die angehenden Akademiker hierzulande haben viel Zeit zum Feiern und für Freunde und hocken nebenbei zwei bis drei Stunden pro Tag in Seminarräumen und den Mensen der Unis herum. Dies ist ein gängiges Vorurteil, das, zwar nicht laut ausgesprochen, in so manchen Köpfen der älteren Generation herumspukt. Was die Altvorderen allerdings nicht wissen: Viele Studenten denken aufgrund unbeständiger Arbeitswelt und unsicherer Finanzierung schon früh über sinnvolle Finanzierungsmöglichkeiten in der Zukunft nach und sind damit meist auch einigermaßen überfordert.




